Es ist ein Klassiker zu Pfingsten: die Shoppingtour in Venlo oder Roermond. Viele Deutsche zieht es am Pfingstwochenende in die Niederlande, weil dort die Geschäfte an den Feiertagen offen haben. Doch die Bürgermeister der Grenzstädte unseres Nachbarlandes befürchten einen zu großen Ansturm und bitten die deutschen Touristen, an Pfingsten nicht einzureisen, wie lokale Medien berichten.

Demnach sei in einem gemeinsamen Brief der 15 Bürgermeister Südhollands davon die Rede, die Sorge sei groß, dass Menschenansammlungen die Verbreitung des Coronavirus neu entfachen könnten. Die Angst betrifft vor allem die beliebten Einkaufsstraßen in Venlo und das Designer-Outlet in Roermond. 

Niederländer loben Verhalten deutscher Touristen an Himmelfahrt

Bereits an Himmelfahrt habe sich gezeigt, dass sich die deutschen Nachbarn vorbildlich verhalten würden, heißt es in dem Schreiben. Denn es seien nur wenige Touristen zum Shoppen in die Provinz Limburg gereist. „Wir hoffen, dass Sie noch eine Weile durchhalten können“, schreibt der Venloer Bürgermeister nun. 

Normalerweise seien die deutschen Urlauber auch sehr willkommene Gäste in den Niederlanden. Angesichts der Corona-Pandemie setzen die Bürgermeister aus dem Süden des Landes nun aber auf die Solidarität unter Nachbarn: „Wir bitten Sie jetzt von Nachbar zu Nachbar, nicht zu kommen, wenn es nicht wirklich notwendig ist.“

Polizei warnt vor Kontrollen der Autofahrer

Außerdem sollten Touristen, die mit dem Auto anreisen, vorsichtig sein. Denn in den Niederlanden ist es wegen der Corona-Einschränkungen verboten, mit drei oder mehr Personen aus unterschiedlichen Haushalten in einem Auto zu fahren. Die Polizei kündigte Kontrollen an – bei einem Verstoß droht eine Strafe von bis zu 390 Euro.