Cascais – früher ein kleines Fischerdorf, heute ein Anziehungspunkt für Luxustouristen. Denn wo früher nur kleine Hütten standen, präsentiert sich die Stadt heute im edlen Gewand mit Schlösschen, Villen und Yachthafen. Einer der ersten priviligierten Gäste war Luís I., er ließ im Jahr 1870 die Festung zur Sommerresidenz des portugiesischen Königshofs umbauen...

Antikörper-Tests: Damit Urlauber sich sicher fühlen

Auch in diesem Jahr will der die Küstenstadt in der Nähe von Lissabon viele Touristen anlocken, und das trotz der Coronavirus-Pandemie. Dafür setzt sie auf eine besondere Aktion: Um sich als besonders sicheres Reiseziel zu präsentieren, sollen alle etwa 200.000 Einwohner auf Corona-Antikörper getestet werden. Bisher haben sich in der Stadt nur 579 Menschen infiziert, 26 starben, berichtet die portugiesische Zeitung „La Voz de Galicia“.

Auch insgesamt steht Portugal in der Krise nicht schlecht da: Das Land hat etwa 31.500 Corona-Infizierte, 1.369 Menschen starben – das macht den Daten der Johns Hopkins University Platz 29 der weltweit am meisten betroffenen Länder (Stand: 28. Mai).

Die Antikörpertests in Cascais sind für die Bewohner kostenlos – und die Aktion kommt offenbar ziemlich gut an: „Wir wurden vom Andrang völlig überwältigt. Am zweiten Tag gab es schon mehr als 90.000 Anrufe zur Anmeldung für einen Test. Das hat natürlich zu Wartezeiten geführt. Einen solchen Ansturm kann nun mal kein Callcenter bewältigen.“, sagte Vize-Bürgermeister Miguel Pinto Luz gegenüber der „Tagesschau“.

Trotzdem hat die Aktion wohl nur Symbolcharakter, denn die Labore des Ortes können maximal 5.000 Proben pro Woche untersuchen. Die ersten Touristen könnten bereits deutlich früher kommen, als alle Ergebnisse vorliegen...

Abgeklebte Quadrate im Park von Cascais sollen fürs nötige Social Distancing sorgen.

So soll der Strandurlaub in Portugal aussehen

Cascais setzt aber auch auf weitere Vorsichtsmaßnahmen: Am Strans werden die Sonnenschirme in mindestens drei Metern Abstand aufgestellt. Und die meisten Badegäste, die bereits im Meer schwimmen, würden danach einen Mundschutz aufsetzen, berichtet „La Voz de Galicia“.