Die Corona-Pandemie fordert ein Opfer unter deutschen Reiseveranstaltern: Der Handelskonzern Lidl beendet einem Bericht des „fvw“ zufolge das Geschäft der eigenen Reiseveranstalter. Demnach haben bereits alle rund 100 Mitarbeiter von JT Touristik und Lidl Holidays ihre Kündigung erhalten. Eine Stellungnahme des Unternehmens steht allerdings noch aus. 

Lidl Reisen bleibt als Vermittlerportal bestehen

Das Aus für die eigenen Reiseveranstalter bedeutet aber nicht automatisch den Rückzug des Unternehmens aus dem Reisegeschäft. Denn das Portal Lidl Reisen soll vorerst mit einem kleineren Team bestehen bleiben. Dort werden weiterhin Reisen von Drittanbietern wie beispielsweise Big Extra angeboten.

Der Handelskonzern hatte im Vorfeld laut Medienberichten zunächst nach Käufern für die Reiseveranstalter gesucht und verschiedene Lösungen in Betracht gezogen. Am Ende sei die Entscheidung aber für den Schlussstrich gefallen. Lidl hat den insolventen Reiseveranstalter JT Touristik erst im Jahr 2018 übernommen und wieder aufgebaut.