Frische Nordseeluft, ein weites Wattenmeer und fangfrischer Fisch: Cuxhaven ist seit jeher ein beliebtes Reiseziel in Deutschland. Kein Wunder, dass es auch in Zeiten der Corona-Krise besonders viele Touristen in den niedersächsischen Urlaubsort zieht. 

Das Problem: Noch gehört die Covid-19-Pandemie nicht der Vergangenheit an. Oberbürgermeister Uwe Santjer (SPD) bittet daher, zu Pfingsten auf Tagesausflüge in die Küstenstadt zu verzichten. Gegenüber der „Nordsee-Zeitung“ erklärte er an diesem Mittwoch: „Diejenigen, die es sich auch zu Hause schön machen können, mögen das tun und ein bisschen Cuxhaven-Pause machen.“

Das Ziel sei es, Einwohner und Gäste gleichermaßen zu schützen. Allerdings gab der Politiker auch Anlass zur Hoffnung – und zwar mittels einer Einladung. In dem Gespräch erklärte Santjer, im Sommer hätten alle wieder die Möglichkeit, „gemeinsam“ zu feiern.

Cuxhaven: Bürgermeister kooperiert mit Vertretern des Tourismus

In den vergangenen Wochen habe sich Santjer vermehrt mit Vertretern der Touristik getroffen, um das weitere Vorgehen hinsichtlich der Covid-19-Pandemie zu besprechen. Denn die Lockerungen der Schutzmaßnahmen seien dem Oberbürgermeister zu rasant gegangen. „Mir wäre es lieber gewesen, wir wären auf der Strecke gefahren und hätten langsamer gelockert“, erklärte er. 

Der Jahresumsatz der Touristik in Cuxhaven liegt bei rund 350 Millionen Euro, etwa 8.000 Arbeitsplätze entfallen auf die Branche. Doch obwohl viele Schicksale an dem Wirtschaftszweig hängen, fiel die Reaktion auf die Einschränkungen bezüglich der Tagesausflüge laut Santjer verständnisvoll aus. 

Der Politiker hatte sich in der Vergangenheit bereits vermehrt für Hygienevorschriften und Schutzmaßnahmen ausgesprochen, um so die Ausbreitung der Covid-19-Pandemie einzudämmen.

In seiner jüngsten Facebook-Videobotschaft vom 12. Mai erklärte Santjer, Cuxhaven komme jetzt in eine „entscheidende“ Phase.