Gute Neuigkeiten für Fans von Bisous, Chardonnay und Baskenmützen: Frankreichs Ziel ist es, bis zum 15. Juni alle Einreisebeschränkungen an der deutsch-französischen Grenze aufzuheben. Entfällt bis dahin die für Fahrten geltende Begrenzung auf einen Radius von 100 Kilometern, steht einem Urlaub im Nachbarland theoretisch nichts mehr im Wege. 

Praktisch gilt wegen der Coronavirus-Pandemie allerdings noch immer die weltweite Reisewarnung, mindestens bis zum 14. Juni. Hinzu kommen derzeit nach Angaben des Auswärtigen Amtes Einreisebeschränkungen: Wer nach Frankreich will, braucht dafür einen triftigen Grund, etwa ein Pendler-Dasein.

Außerdem sind Reisende dazu verpflichtet, eine selbst ausgefüllte internationale Einreisebescheinigung mit sich zu führen. Sie steht für Interessierte auf der Website des französischen Innenministeriums zur Verfügung.

Frankreich: Coronabedingte Einschränkungen im Verkehr

Neben der derzeitigen Fahrtbegrenzung auf einen Radius von 100 Kilometern gibt es aufgrund der Covid-19-Pandemie Einschränkungen im Personennah- und -fernverkehr.

Heißt: Reisende sind dazu verpflichtet, Sitzplätze zur Einhaltung der Abstandsregelungen zu reservieren. Außerdem gelten in der Île-de-France, also auch in Paris, strikte Regeln für die Stoßzeiten, etwa zum Feierabend hin. Wer in diesem Zeitraum unterwegs ist, muss entweder eine Bescheinigung des Arbeitgebers oder ein gleichwertiges Dokument, etwa die Bestätigung eines Arztes, dabeihaben.

Trotz Corona nach Frankreich: Diese Reise-Richtlinien gibt es

Ähnlich wie in Deutschland gibt es auch in Frankreich zahlreiche Schutzmaßnahmen, um die Ausbreitung der Covid-19-Pandemie einzudämmen. Dazu zählt zum Beispiel eine Mundschutzpflicht in öffentlichen Verkehrsmitteln. Sie gilt für Reisende über elf Jahren. Denjenigen, die sich nicht an die Richtlinie halten, droht eine Geldstrafe.

In Geschäften wiederum gilt nur eine Maskenpflicht, wenn der Sicherheitsabstand aufgrund von Platzmangel gefährdet ist. Andernfalls entscheiden die Betreiber selbst, ob Kunden eine Mund-Nasen-Bedeckung tragen müssen oder nicht.

Auf der Website der französischen Regierung heißt es außerdem: „Passen Sie Ihr tägliches Leben an.“ Heißt: Das Land setzt auf das Reduzieren von sozialen Kontakten. Hierzu zählt auch das Social Distancing, also die bewusste räumliche Trennung von Menschen, um eine Infektion mit dem Coronavirus zu verhindern. Dementsprechend sind Gruppen mit mehr als zehn Leuten in der Öffentlichkeit verboten.

Auch „herkömmliche“ Hygienemaßnahmen wie das regelmäßige Händewaschen empfiehlt die Regierung. Hierunter fallen auch Nies- und Husten-Etikette sowie die richtige Entsorgung von Taschentüchern. 

Frankreich-Urlaub 2020: Wie starten Hotels in die Saison?

Im Zuge der ersten Lockerungen öffnete ein Großteil der Geschäfte in Frankreich. Gastronomische Betriebe wie Cafés und Restaurants hingegen sind weiterhin dicht. Das gilt ebenfalls für touristische Attraktionen, öffentliche Parks und Strände. Aber: Hier gibt es oftmals regionale Unterschiede, die von der örtlichen Entwicklung der Pandemie abhängen. 

Die Hotels im Land sind geöffnet. Ein Hygienekonzept mit Leitfäden schafft laut dem französischen Tourismusverband Atout France künftig Abhilfe in Bezug auf die Kontrolle von Beherbergungsbetrieben. Präzise Pläne für die Öffentlichkeit lägen allerdings noch nicht vor.

Immerhin: Im Juli und August werde ein Urlaub zumindest für Inlandstouristen möglich sein, inklusive der Überseegebiete. Dabei verpflichteten sich Veranstalter zu einer vollständigen Rückerstattung bei coronavirusbedingten Stornierungen. 

Trotz Corona: Wiedereröffnung von Eiffelturm, Louvre und Co. bis Ende Juni?

Nach monatelangem Stillstand erwachen die touristischen Hotspots Frankreichs schrittweise zum Leben: Einige Strände an den Küsten des Landes öffneten im Mai, die Marienwallfahrtsstätte in Lourdes empfing Besucher. Auch die beliebte Insel Mont Saint-Michel in der Normandie ist wieder zugänglich. 

Obwohl kleinere Museen ihre Türen ebenfalls bereits öffneten, bleiben große kulturelle Einrichtungen wie der Louvre in Paris vorerst geschlossen. Auch bei weltberühmten Sehenswürdigkeiten, etwa dem Eiffelturm, steht der Neustart noch in den Sternen. Allerdings pocht Frankreichs Staatssekretär für Tourismus, Jean-Baptiste Lemoyne, auf eine Wiedereröffnung von „so vielen Sehenswürdigkeiten wie möglich“ bis Ende Juni.