Ob Strandurlaub oder Städtetrip – Urlaub in Dänemark ist für Reisende aus Deutschland war seit der Grenzöffnung am 15. Juni lange problemlos möglich. Doch dann hat die deutsche Bundesregierung am 23. September die Region Hovedstaden mit der Hauptstadt Kopenhagen zum Corona-Risikogebiet erklärt. Das Auswärtige Amt warnt seither vor Reisen in dorthin.

Urlauber, die aus betroffenen Gebieten in Dänemark nach Deutschland zurück kommen, müssen sich nach der Einreise einem Corona-Test unterziehen. Bis auf Kopenhagen und die Insel Bornholm ist Rest des Landes bisher davon ausgenommen. Allerdings gelten landesweit Regeln, die auch Touristen bei einem Urlaub beachten müssen.

Coronavirus-Rekord in Dänemark

Insgesamt wurden in Dänemark bislang 34.441 Fälle gemeldet, 677 Menschen starben in Zusammenhang mit Covid-19. Derzeit steigen die Corona-Neuinfektionen deutlich an – die gemeldeten neuen Fälle sind höher als zu Beginn der Pandemie im April. 

Die Sieben-Tage-Inzidenz liegt Mitte Oktober bei 49,38 (Stand: 16. Oktober) Neuinfektionen pro 100.000 Einwohnern, das ist leicht unter dem RKI-Grenzwert von 50. Sollten die Zahlen weiter steigen könnte das gesamte Land zum Risikogebiet werden. Aber: Dem Auswärtigen Amt zufolge gibt es vor allem größere lokale Ausbrüche in der Region Hovedstaden.

Außerdem gibt es einige weitere Kommunen, die über dem Grenzwert liegen – detaillierte Infos gibt es auf einer Karte der dänischen Regierung.

Diese Regeln gelten für Urlauber bei der Einreise

Zunächst durften Deutsche nur nach Dänemark einreisen, wenn sie sechs Nächte in einer Unterkunft gebucht hatten und die Buchung auch nachweisen konnten. Diese Regelung wurde Mitte August abgeschafft. Seitdem dürfen Urlauber auch für kürzere Aufenthalte ins Land. Die Einreise ist auch ohne Angaben von Gründen möglich. Du brauchst wie zuvor lediglich deinen Personalausweis oder einen Reisepass.

Allerdings werden Reisende mit Krankheitssymptomen wie Husten oder Fieber nicht ins Land gelassen. Aktuelle Informationen zur Einreise kannst du bei der dänischen Polizei einsehen (auf Englisch). Auch die Durchreise durch Dänemark nach Schweden oder Norwegen ist möglich – solange du keine Krankheitssymptome zeigst. Die Liste der als sicher eingestuften Länder wird regelmäßig aktualisiert. Aktuell gehört Deutschland dazu. Reisende aus als nicht sicher eingestuften Ländern dürfen nicht ohne wichtigen Grund nach Dänemark einreisen.

Corona-Tests in Dänemark kostenlos an Grenzen möglich

Reisende können sich an den Grenzen kostenlos auf Corona testen lassen. Außerdem werden stichprobenartig Corona-Tests durchgeführt. Das soll dazu dienen, eine mögliche Verbreitung des Virus zu überwachen. Es besteht für Reisende aus als „offen“ eingestuften Ländern wie Deutschland aber keine Testpflicht.

Die Einreise über die deutsch-dänische Landgrenze ist an allen Grenzübergängen möglich, es gibt nur noch stichprobenartig Kontrollen. Die Einreisekontrollen an den internationalen Flughäfen werden aber aufrecht erhalten.

Ausnahme sind die Färöer – dort ist die Einreise unter bestimmten Voruassetzungen möglich, aber nur nach einem Corona-Test und häuslicher Quarantäne bis zum Ergebnis.

Dänemark: Diese Corona-Regeln gelten für Touristen

Lange galt in Dänemark keine Maskenpflicht. Das hat sich am 22. August geändert: Seitdem musst du in öffentlichen Verkehrsmitteln einen Mund-Nasen-Schutz tragen. Diese Pflicht gilt außerdem beim Besuch von Restaurants, Bars, Cafés und ähnlichen Gaststättenbetrieben, solange du nicht am Platz sitzt. In einigen Kommungen wird  außerdem das Tragen eines Mundschutzes außerdem in Supermärkten, Einkaufscentern und größeren Läden empfohlen.

Auch in Dänemark werden die Menschen dazu aufgerufen, wann immer möglich einen Mindestabstand von ein bis zwei Metern einzuhalten. Bis mindestens Ende Oktober dürfen sich nicht mehr als 50 Menschen versammeln. Außerdem hat die Polizei sogenannte Hotspots identifiziert, an denen es zu größeren Menschenansammlungen kommen kann und die gemieden werden sollen. Eine Übersicht gibt es bei der dänischen Polizei.

Die Polizei kann außerdem Aufenthaltsverbote für die Hotspots aussprechen. Das ist aktuell der Fall an zwei Orten in Nørrebro, einem beliebten Stadtteil von Kopenhagen. Dort waren in der letzten Zeit vermehrt Feste von jungen Menschen aufgefallen. Die Infektionszahlen steigen in der dänischen Hauptstadtregion aktuell wieder an, ein Großteil der Infizierten ist zwischen 20 und 29 Jahren alt.

Zudem ruft die Regierung dazu auf, die geltenden Hygienemaßnahmen einzuhalten, möglichst auf öffentliche Verkehrsmittel zu verzichten und den Kontakt zu anderen Menschen einzuschränken. Restaurants, Cafés, Geschäfte, Theater, Museen, Kinos, Zoos, Schwimmbäder, Vergnügungsparks und andere Einrichtungen sind wieder geöffnet. Allerdings müssen Restaurants, Bars und Cafés noch bis Ende Oktober um 22 Uhr schließen. Diskotheken und Nachtclubs sollen ab November wieder öffnen dürfen.

Verschärfte Maskenpflicht in Dänemark

In Dänemark besteht vielerorts die Pflicht zum Tragen einer Mund-Nasen-Bedeckung, ausgenommen sind Kinder bis zwölf Jahre. Maskenpflicht besteht an folgenden Orten:

  • Am Flughafen in Dänemark und auf Flügen besteht eine Maskenpflicht. Reisende müssen vom Moment, in dem sie den Terminal betreten, bis zum Verlassen des Terminals nach der Landung eine Maske tragen.
  • In öffentlichen Verkehrsmitteln wie Bus, Zug, U- und S-Bahn sowie auf Fähren, in Bahnhofs- und Haltestellenbereichen, in Taxis und Reisebussen muss eine Mund-Nasen-Bedeckung getragen werden.
  • In Restaurants, Cafés und Bars besteht Maskenpflicht bis zum Platz.

Diese Hygieneregeln gelten in Hotels

Die Hotels in Dänemark sind normal geöffnet. Sie müssen allerdings sicherstellen, dass der Mindestabstand von einem Meter eingehalten werden kann, etwa an der Rezeption. Dasselbe gilt für Campingplätze und Resorts.

Diese Regeln gelten am Strand

Die Strände in Dänemark sind geöffnet und können unter Berücksichtigung der Abstandsregeln normal besucht werden. Allerdings hat die Polizei die Möglichkeit, auch Strände zu Hotspots zu erklären und Aufenthaltsverbote auszusprechen.