Frankreich ist eines der am schwersten vom Coronavirus betroffenen Länder in Europa. Nachdem es aber auch dort nach und nach Lockerungen der Corona-Maßnahmen gibt, steckt das Land in einem Zwiespalt zwischen dem Schutz vor einer weiteren Ausbreitung der Pandemie und der Grenzöffnung für den Sommer-Tourismus. Damit Einreisende aus dem Ausland das Virus nicht neu entfachen, hat sich der Flughafen Charles de Gaulle bereits für ein neues Testverfahren entschieden. 

Fieber-Check nur, wenn Wärmebildkamera Alarm schlägt

Ab sofort sorgen dort nämlich Wärmebildkameras dafür, dass Passagiere mit erhöhter Temperatur noch bei der Ankunft identifiziert werden können. Damit entscheiden sich die Airport-Betreiber nach wochenlangen Experimenten bewusst gegen die zeitaufwendigeren Fieber-Checks bei der Ankunft. 

Die Kameras messen die Körpertemperatur bei allen Passagieren in der Ankunftshalle bei der Gepäckausgabe. Sobald diese bei einem Passagier erhöhte Temperatur feststellen, wird ein Mitarbeiter informiert, der schließlich den Betroffenen kontaktiert. Erst dann sollen Fiebertests in Einsatz kommen.

Bestätigt sich der Verdacht auf Fieber, dann kann der Passagier sich ärztlich untersuchen lassen. Auch ein Corona-Test ist dann möglich. Ob die Einreise mit erhöhter Körpertemperatur allerdings grundsätzlich verweigert wird oder der Arzt eine Genehmigung ausstellen kann, darüber gibt es noch keine Informationen. 

Frankreich ist damit zwar europäischer Vorreiter, was Corona-Maßnahmen am Airport angeht, aber der Hauptstadt-Flughafen ist lange nicht der einzige, an dem es in Zukunft zu zusätzlichen Vorkehrungen kommen wird. Im Gegenteil: Sowohl Flughäfen als auch Fluggesellschaften weltweit reagieren mit neuen Richtlinien auf die Pandemie. Was dich genau erwarten könnte, liest du in unserem Überblick