Dich plagt das Fernweh und du würdest am liebsten sofort zum Flughafen fahren und den nächsten Flieger Richtung Süden nehmen? Dann gehörst du offenbar zu den Deutschen, die sich von der Corona-Pandemie das Reisen nicht vermiesen lassen. Die meisten Menschen allerdings bleiben wegen Corona in diesem Jahr zu Hause, statt in den Urlaub zu fahren. Das zeigt eine repräsentative Umfrage von Infratest Dimap im Auftrag von „ARD Extra“. 

Nur drei Prozent planen eine Fernreise im Jahr 2020

Demnach wollen 50 Prozent der Befragten, die bereits Urlaubspläne für dieses Jahr geschmiedet haben, nun aufgrund der aktuellen Situation wohl nicht mehr verreisen. 31 Prozent hingegen planen einen Sommer-Urlaub innerhalb Deutschlands. Eine Reise ins europäische Ausland halten 19 Prozent für möglich. Nur drei Prozent der Befragten planen hingegen trotz der Reisebeschränkungen eine Reise außerhalb Europas. 

Allerdings sind sich auch noch nicht alle Bürger sicher, ob es in diesem Jahr auf Reisen gehen soll oder eben nicht. So geben etwa 15 Prozent an, noch nicht endgültig über die Urlaubspläne für 2020 entschieden zu haben. 

18 Prozent der Urlauber rechnen mit höheren Ausgaben

Aber was ändert sich für diejenigen, die eine Reise im Corona-Sommer planen? Die Budgetplanung zum Beispiel. So planen 47 Prozent der Befragten mit Urlaubsplänen mit einem ähnlichen Reisebudget wie im vergangenen Jahr. 18 Prozent hingegen erwarten höhere Ausgaben und 31 Prozent rechnen mit geringeren Kosten für den Urlaub. 

Die Urlaubspläne für den Corona-Sommer unterscheiden sich damit maßgeblich vom Reiseverhalten im vergangenen Sommer. So sind lediglich 27 Prozent im Jahr 2019 gar nicht verreist, 40 Prozent haben Urlaub im europäischen Ausland gemacht und zehn Prozent haben mindestens eine Fernreise unternommen. Nur der Anteil der Menschen, die sich für einen Urlaub im eigenen Land entscheiden, bleibt konstand: Im Jahr 2019 haben 30 Prozent einen Deutschland-Urlaub gemacht. 

Für die Umfrage wurden rund 1.000 Menschen telefonisch am 18. und am 19. Mai befragt.