Bald ist es so weit: Am 3. Juni öffnen auch Italiens Grenzen nach wochenlanger Coronavirus-Zwangspause wieder. Neben Inlandstouristen sind auch Reisende aus EU-Staaten willkommen. Allerdings gelten anlässlich der noch immer anhaltenden Covid-19-Pandemie Einschränkungen – auch wenn sie den Plänen der Regierung nach weniger umfangreich sind als die derzeitigen Auflagen. 

Derzeit gilt – trotz Lockerungen wie Öffnung von Geschäften, Cafés und Restaurants – die weltweite Reisewarnung des Auswärtigen Amtes mindestens bis zum 14. Juni. Außerdem ist eine Einreise nach Italien nach Angaben der Behörde derzeit nur für diejenigen, die aus beruflichen, gesundheitlichen oder anderen zwingenden Gründen verreisen, gestattet. Sie sind bei der Ankunft zu Gesundheitskontrollen und einer zweiwöchigen Quarantäne verpflichtet. Passagierflugzeuge fliegen daher nur eingeschränkt, Kreuzfahrtschiffe fahren noch gar nicht.

Trotz Corona-Krise nach Italien: Diese Richtlinien gibt es

Dass die Grenzen am 3. Juni wieder öffnen, bedeutet, dass die zweiwöchige Quarantäne nach der Einreise wegfällt – theoretisch. Denn die Lockerung gilt nicht für diejenigen, die Kontakt mit einer mit dem Coronavirus infizierten Person hatten oder selbst positiv auf Covid-19 getestet wurden. 

Zudem sollten Urlauber ihre Mund-Nasen-Bedeckung nicht vergessen. Denn wie in Deutschland gilt auch in Italien eine Mundschutzpflicht in geschlossenen Räumen wie Supermärkten, in öffentlichen Verkehrsmitteln wie Bussen und Bahnen sowie in Bars und Restaurants. Halten sich Reisende nicht an die Anordnung, droht eine Geldstrafe. Aber: Wer in Gastronomiebetrieben an einem Tisch sitzt, darf die Schutzmaske absetzen. 

Außerdem setzt auch Italien auf Social Distancing, also die bewusste räumliche Trennung von Menschen. Das gilt auch für die Aktivitäten Reisender, zum Beispiel beim Shoppen oder beim Sport im Freien. Sie sollen mindestens einen Meter Sicherheitsabstand zueinander nehmen, in Südtirol sogar zwei Meter. Überall, wo keine körperliche Distanz möglich ist, gilt ebenfalls eine Mundschutzpflicht. 

Corona-Schutz am Meer: Die Maßnahmen an Italiens Stränden

Die detaillierten Richtlinien für den Strandbesuch hat das italienische Institut für Arbeitssicherheit gemeinsam mit dem nationalen Gesundheitsinstitut in einem Dokument zusammengetragen.

Demnach sind Buchungen von Zeitfenstern am Strand künftig Pflicht. Denn der Zugang zum Meer wird streng reguliert: Je nachdem, ob es nötig ist, werden sogar Ein- und Ausstiegswege gekennzeichnet. Selbst an freien Stränden sind seit dem 18. Mai Aufseher unterwegs.

Darüber hinaus gilt dem Dokument zufolge ein Mindestabstand von fünf Metern zwischen den Sonnenschirmreihen. Zwischen den einzelnen Plätzen selbst müssen mindestens viereinhalb Meter liegen. Weil auch im Wasser die Social-Distancing-Regel gilt, sind auch Freizeit- und Sportaktivitäten, die „zu Gruppentreffen führen“, verboten. Zudem werden die Liegen nach einem Besitzerwechsel desinfiziert.

Urlaub in Italien: Diese Schutzmaßnahmen gibt es in Hotels

Auch in Beherbergungsbetrieben und Hotels gelten die generellen Schutzmaßnahmen, beispielsweise Abstandsregelungen. Dementsprechend ist die Personenzahl auf Gemeinschaftsflächen, in Schwimm- und Wellnessbereichen limitiert. Hier gilt die 1:10-Regel. Heißt: Ein Gast hat laut Rechnung zehn Quadratmeter Fläche für sich. Andernfalls bleiben die Hallenbäder und Saunen innerhalb eines Hotels geschlossen.

In Speisesälen und im Barbereich hingegen dürfen sich nur so viele Urlauber aufhalten, wie es Sitzplätze gibt. Zwischen den einzelnen Tischen gibt es einen Sicherheitsabstand. Immerhin: Auch in Hotels gilt am Tisch selbst keine Maskenpflicht. Lediglich am Buffet ist das Tragen von Mund-Nasen-Bedeckungen und Einweghandschuhen vorgeschrieben.