Die Corona-Krise trifft die Reisebranche wirtschaftlich besonders hart: Viele Airlines mussten ihre Flugpläne stark verkleinern und Angestellte entlassen. Einige gingen sogar Pleite. Auch die irische Airline Ryanair hat mit den Folgen zu kämpfen.

Ryanair-Standorte in ganz Europa könnten schließen

200 Millionen Euro Verlust und der Einbruch der Passagierzahlen um 50 Prozent lasten schwer auf Europas größtem Billigflieger. Deshalb kündigte der Ryanair-Chef Michael O’Leary nun an, voraussichtlich 3.250 Piloten, Flugbegleiter und Beschäftigte der Zentrale zu entlassen sowie unprofitable Standorte in Europa zu schließen.

Geschlossen werden sollen Stützpunkte in Deutschland, Österreich, Großbritannien und Spanien. Außerdem sollen Basen in Italien, Belgien und Osteuropa überprüft werden.

Lauda Air: Hauptstandort in Wien besonders gefährdet

Besonders gefährdet ist der Hauptstandort der österreichischen Tochter Lauda Air in Wien. Das Quartier könnte bereits Ende Mai schließen. Die Stützpunkte in Stuttgart, Düsseldorf und Palma seien davon aber nicht betroffen, so O’Leary. Ryanair hatte die von Rennfahrer Niki Lauda gegründete Fluggesellschaft im Januar 2019 komplett übernommen. 

Um die Verluste schnellstmöglich auszugleichen, will Ryanair die Nachfrage nach Flugreisen zügig wieder bedienen. Bereits ab dem 1. Juli will die Billigfluggesellschaft täglich rund 1.000 Flüge durchführen.