Nach wochenlanger Zwangspause sind die Österreicher bereit für einen Neustart der Touristik: Seit dem 15. Mai haben die Restaurants wieder geöffnet, ab dem 29. Mai öffnen auch die Sehenswürdigkeiten, Beherbergungsbetriebe und Hotels in der Alpenrepublik.

Im gleichen Zuge gibt es gute Neuigkeiten für Urlauber: Innenminister Horst Seehofer verkündete, dass die Grenze zu Österreich – genau wie die Grenzen zu Frankreich und zur Schweiz – Mitte Juni wieder geöffnet wird. Immerhin sind die Deutschen die wichtigste Gästegruppe in Österreich, rund 37 Prozent der Übernachtungen jährlich sind laut Statistik Austria auf Urlauber aus Deutschland zurückzuführen.

Für sie gelten Tourismusministerin Elisabeth Köstinger (ÖVP) zufolge nur vergleichsweise geringe Einschränkungen zur Eindämmung der Ausbreitung des Coronavirus – zumindest theoretisch.

Denn neben der noch immer gültigen weltweiten Reisewarnung gibt es nach Angaben des Auswärtigen Amtes Einreisebeschränkungen. Hierzu zählt zum Beispiel das Mitführen eines ärztlichen Zeugnisses, das nicht älter als vier Tage ist. Deutsche, die Krankheitssymptome aufweisen oder keinen triftigen Reisegrund wie den Besuch bei Verwandten oder den Besitz von Land haben, dürfen nicht einreisen. „Jeder Sachverhalt wird individuell betrachtet und ist einzelfallabhängig“, heißt es hierzu seitens der Bundespolizei

Trotz Corona nach Österreich: Diese Reise-Richtlinien gibt es

Wie in Deutschland gibt es in Österreich Schutzmaßnahmen, um die Ausbreitung der Covid-19-Pandemie einzudämmen. Darunter fällt zum Beispiel eine Mund-und-Nasen-Schutz-Pflicht in Geschäften und öffentlichen Verkehrsmitteln.

Des Weiteren setzt das Land ebenfalls auf Social Distancing, also die bewusste räumliche Trennung von Menschen. Heißt: Wer sich im öffentlichen Raum bewegt, ist dazu verpflichtet, einen Mindestabstand von einem Meter zu allen Personen einzuhalten, die nicht Teil des eigenen Haushalts sind. 

Welche Maßnahmen Urlauber selbst ergreifen können, um möglichst sicher zu reisen, erfährst du hier

Österreich-Urlaub 2020: Sehenswürdigkeiten in Wien geöffnet

Besonders die Sehenswürdigkeiten in Wien reizen viele potenzielle Urlauber. Für sie gibt es ebenfalls gute Neuigkeiten: Seit dem 15. Mai ist das Unesco-Welterbe Schloss Schönbrunn geöffnet – kaiserliche Gemächer und prunkvolle Repräsentationsräume inklusive. Außerdem sind auch der Kronprinzen- und der Orangeriegarten im Schlosspark wieder zugänglich. 

Ab dem 30. Mai haben Urlauber zudem die Möglichkeit, das Kunsthistorische Museum (KHM) zu besuchen. Praktisch: Hier bestimmen Besucher bis Ende Juni selbst, wie viel sie für den Eintritt bezahlen. 

Des Weiteren sind die Gartenanlagen des Belvedere geöffnet. Das dazugehörige Museum ist ab dem 1. Juni dabei. 

Corona-Krise: Die Einschränkungen in österreichischen Hotels

Köstinger erklärte, im Eingangsbereich und an der Rezeption in Hotels gelte künftig eine Mundschutzpflicht. Eine Maßnahme, die viele potenzielle Urlauber nicht überrascht.

Allerdings sollen Gästegruppen Köstinger zufolge wie Menschen aus einem gemeinsamen Haushalt behandelt werden. Sie müssten untereinander also keinen Sicherheitsabstand halten. Zudem dürften hoteleigene Wellness-Einrichtungen wieder genutzt werden. Und sogar Buffets seien unter der Berücksichtigung gewisser Hygienemaßnahmen erlaubt.

Damit auch Weiterbildungen und Seminare in Hotels wieder möglich sind, wird laut der Tourismusministerin ein Teilnehmerlimit von 100 Personen eingeführt. 

Erst kürzlich zeigte eine repräsentative Umfrage, dass jeder dritte Deutsche wegen der Coronavirus-Richtlinien aktuell keine Lust hat, zu verreisen. Die vergleichsweise lockeren Richtlinien könnten Österreichs Touristik daher einen Vorteil verschaffen.