Eigentlich fährt die Reisebranche in Schleswig-Holstein ab heute wieder hoch. Erstmals seit Beginn der Corona-Maßnahmen dürfen auch Urlauber aus anderen Bundesländern wieder nach Schleswig-Holstein einreisen. Die Hotels, Pensionen und Ferienwohnungen dürfen in diesem Zuge unter Auflagen ebenfalls wieder öffnen, Gemeinschaftsbereiche wie Pools und Wellness-Bereiche bleiben aber geschlossen. 

Auch Tagestouristen dürfen seit dem 18. Mai wieder nach Schleswig-Holstein – doch für die Nordsee-Inseln wurde nun ein Betretungsverbot beschlossen. Demnach gilt für Amrum, Föhr, Sylt, Pellworm und für die meisten Halligen: Tagestouristen dürfen an den kommenden Feiertagen nicht kommen. Betroffen sind Christi Himmelfahrt, das darauffolgende Wochenende und Pfingsten. Auch in Sankt Peter-Ording sind Tagestouristen an diesen Tagen tabu. Das geht aus einer Pressemitteilung des Landes hervor. Auf Helgoland gilt das Betretungsverbot für Tagestouristen bereits seit heute.

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Sylt will kein „zweites Ischgl“ werden

Bereits in der vergangenen Woche hatte Sylt ein Betretungsverbot für Tagestouristen gefordert. Man wolle „kein zweites Ischgl werden“. Die Begründung: Besonders am Vatertag an Christi Himmelfahrt kämen traditionell viele Gruppen tagsüber auf die Insel, die dort Alkohol konsumieren und feiern wollen. Betrunken sei das Einhalten von Corona-Maßnahmen wie etwa den Abstandsregeln aber schwieriger. Der Skiort Ischgl war zu Beginn der Corona-Pandemie zur Infektions-Hochburg in Europa avanciert, weil sich etliche Urlauber bei Après-Ski-Partys ansteckten.

Von dem Betretungsverbot ausgenommen sind die Einwohner Nordfrieslands. Landrat Florian Lorenzen begründet das Verbot damit, dass allein auf Sylt an Himmelfahrt und Pfingsten rund 12.000 zusätzliche Besucher erwartet würden. Im Falle einer Ansteckung sei es dann fast unmöglich, Infektionsketten nachzuvollziehen.