Reisebeschränkungen und die sinkende Nachfrage nach Flugreisen in der Corona-Krise sorgen für gähnende Leere am Frankfurter Flughafen. Verglichen mit dem April 2019 sei die Passagierzahl im vergangenen Monat um 96,9 Prozent eingebrochen, teilte der Flughafenbetreiber Fraport am Donnerstag mit. Die ersten vier Monate des Jahres zusammengenommen verzeichnete der Flughafen einen Rückgang von 45,7 Prozent. 

Insgesamt gab es im April 6.512 Starts und Landungen, rund 85 Prozent weniger als im Vorjahresmonat. Trotz des immensen Einbruchs liegt der Flughafen Frankfurt im europäischen Vergleich vorne. Mit durchschnittlich 218 Starts und Landungen pro Tag verzeichne er „mit Abstand die meisten Flugbewegungen von allen europäischen Flughäfen“ im April.

Corona-Krise sorgt für Umsatzeinbruch

Der Wegbruch der Fluggäste zeigt sich auch im Umsatz der Fraport. Zum ersten Mal seit dem Börsengang 2001 schrieb der Konzern im ersten Quartal rote Zahlen. Um Kosten zu senken, befinden sich bereits mehr als 18.000 der 22.000 Beschäftigten am Standort Frankfurt in Kurzarbeit.

Doch der Flughafenbetreiber hegt die Hoffnung, den Flugbetrieb langsam wieder hochzufahren. Dafür wurden bereits mehrere Maßnahmen umgesetzt. Vor Check-in-Schaltern, an der Bordkarten- und Sicherheitskontrolle sowie bei der Gepäckabgabe wurden die Wartebereiche auf den Mindestabstand von 1,5 Metern angepasst, der durch Markierungen am Boden angezeigt wird. 

Grüne Bänder sorgen dafür, dass in den Wartebereichen des Terminals 1 die Abstandsregeln eingehalten werden.

Derzeit müssen Passagiere nur in Passagierbussen und Flughafen-Shops Mund-Nasen-Masken tragen. Das solle aber perspektivisch auch beim Betreten des Terminals für Passagiere, Gäste und Beschäftigte Pflicht werden, so der Flughafenbetreiber. 

Im Flughafen stehen außerdem Spender mit Desinfektinosmittel bereit. Häufig berührte Oberflächen werden oft gereinigt und desinfiziert.