„Kom niet naar Nederland. Bleibt zu Hause, restez à la maison!“ Diesen Appell hatte Mark Rutte, Ministerpräsident der Niederlande, vor den Osterferien an Deutsche, Belgier und Franzosen gerichtet. Der Grund: die Covid-19-Pandemie.

In den Sommerferien allerdings sind Reisen in das beliebte Urlaubsland wieder möglich. Seit Anfang Juni dürfen auch Urlauber aus dem europäischen Ausland wieder nach Holland reisen. Dabei gilt es allerdings zahlreiche Regeln zu beachten, wie etwa eine Maskenpflicht im öffentlichen Nahverkehr oder Abstandsregeln in der Öffentlichkeit.

Rotlichtviertel in Amsterdam wird zur Einbahnstraße 

Weil sich allerdings zahlreiche Touristen nicht an die Abstandsregeln halten, gibt es in Amsterdam nun erste Konsequenzen: Das Rotlichtviertel und die beliebte Einkaufsstraße Kalverstraat werden am Wochenende zur Einbahnstraße. Wenn die Innenstadt trotzdem zu voll wird, dann könnten auch einzelne Straßen und Grachten künftig gesperrt werden, wie die Behörden mitteilten. 

Campingplätze und Ferienparks seit Juli geöffnet

Abgesehen davon ist in Holland aber spätestens seit Anfang Juli das normale Leben weitgehend wieder eingekehrt. Ferienparks und Campingplätze haben wieder vollständig geöffnet, Restaurants und Hotels dürfen wieder in vollem Umfang Gäste empfangen.

Trotz Corona-Krise nach Holland: Diese Reise-Richtlinien gibt es

Holland-Urlauber sollten trotzdem ihre Mund-Nasen-Bedeckung beim Kofferpacken nicht vergessen. Denn auch in den Niederlanden gilt eine Mundschutzpflicht in öffentlichen Verkehrsmitteln wie Bussen, Bahnen oder Zügen. Wer sich widersetzt, muss tief in den Geldbeutel greifen. Im schlimmsten Fall droht eine Strafe von bis zu 400 Euro. 

Geld, das potenzielle Urlauber ebenso in Klamotten investieren können. Denn ein Großteil der Geschäfte in den Städten der Niederlande sind wieder geöffnet, darunter auch das Designer-Outlet in Roermond. Die dortigen Einschränkungen ähneln den Maßnahmen hierzulande: Einlasskontrollen regulieren die Gesamtanzahl der Kunden im Einkaufszentrum, nur ein Kunde pro zehn Quadratmeter Verkaufsfläche ist im Geschäft selbst zulässig.

Gut zu wissen: Auch der Betrieb von kulturellen Einrichtungen wie Kinos, Museen und Theatern läuft wieder an, allerdings ist eine Reservierung vonnöten.

Vorsicht: Trotz all der Richtlinien steht es den Kommunen frei, die Zugänge zu Parkplätzen, Stränden und Naturgebieten bei einem übermäßigen Ansturm zu sperren. Wer einen Urlaub in den Niederlanden plant, sollte sich daher kurz vor Antritt der Reise über die örtlichen Schutzmaßnahmen und Richtlinien informieren. Denn ähnlich wie auch in Deutschland ist die Corona-Lage in den Niederlanden von Ort zu Ort durchaus unterschiedlich.