In der Reisebranche gibt es viele kuriose Ideen, um Urlauber vor dem Coronavirus zu schützen. So hat ein italienisches Unternehmen Plastik-Boxen für den Stand entworfen – ein anderes designte umgekehrte Sitze für Flugzeuge. Die Billigfluggesellschaft Air Asia aus Malaysia will bei Flügen nun mit neuen Crew-Outfits die Passagiere und Flugbegleiter vor einer Infektion schützen und sorgt damit für Aufsehen.

Neue Schutzausrüstung bei Air Asia verdeckt gesamten Körper

Statt knielangen Röcken oder schicken Hemden für das Flugpersonal muss die Besatzung nun während des Fluges eine „Corona-Uniform“ tragen. Diese besteht aus einem Ganzkörperanzug mit Kapuze in einem knalligen Rot. Die Gesichter schützt eine Mundschutzmaske und ein gebogenes Visier aus Plastik – im Endeffekt sind nur die Augen und Augenbrauen zu sehen. Die Hände sind zusätzlich mit Handschuhen bedeckt.

Crew-Anzüge sollen vom Gesundheitsministerium genehmigt sein

Der in Los Angeles ansässige Designer Puey Quinones half bei der Gestaltung der neuen Outfits. Er veröffentlichte Bilder der Uniform auf Instagram und schrieb: „Air Asia führt eine persönliche Schutzausrüstung ein, um seine Kabinenbesatzungen zu schützen. Von mir entworfen. Danke für das Vertrauen.“ 

Laut Air Asia würden die Anzüge aus einem „atmungsaktiven und dennoch robusten Material“ bestehen und seien vom philippinischen Gesundheitsministerium genehmigt. Erstmals kamen sie im April bei einer Rückholaktion von Bangkok nach Manila zum Einsatz, berichtet die Nachrichtenseite „Conde Nast Traveller“.

 

Lufthansa Group setzt auf Maskenpflicht im Flugzeug

Inwiefern die Airline mit dem Outfit zum Vorbild für andere Fluggesellschaften wird, bleibt abzuwarten. Die Lufthansa Group setzt seit dem 4. Mai auf eine Maskenpflicht für alle Besatzungsmitglieder und Fluggäste, die bis zum 31. August gilt. „Da durch das Tragen der Mund-Nasen-Bedeckung ein ausreichender Gesundheitsschutz besteht“, entfällt das Freihalten der Mittelsitze, heißt es auf der Website