Die Einreiseverbote für Touristen aus ganz Deutschland werden in Mecklenburg-Vorpommern wie geplant am 25. Mai aufgehoben – das teilte der Tourismusminister Harry Glawe mit. Jedoch wird es Auflagen und Einschränkungen geben. Zum einen dürfen Hotels ihre Bettenkapazität nur zu 60 Prozent ausschöpfen. Und das Bundesland hat eine Antwort auf die Frage gegeben, wie es mit Gästen aus gefährdeten Gebieten umgeht.

Ostsee: Einreiseverbot für Menschen aus Corona-Risikogebieten

Dazu zählen laut Mecklenburg-Vorpommerns Tourismusminister Harry Glawe solche Städte oder Landkreise, in denen die Marke von 50 Neuerkrankungen pro 100.000 Einwohner binnen sieben Tage überschritten wurde, dann dürfen die Menschen aus den entsprechenden Postleitzahl-Gebieten nicht nach Mecklenburg-Vorpommern reisen.

„Wir beobachten dafür die Zahlen des Robert-Koch-Institutes und werden das Landesamt für Gesundheit beauftragen, tägliche Liste zu erstellen“, so Glawe. Menschen, die das Verbot missachten und trotzdem kommen, müssten mit einer Strafe von bis zu 500 Euro rechnen.​

Sollten Gäste anreisen und das Gebiet dann erst die RKI-Marke überschreiten, würden sie Merkzettel erhalten und sollten einen Arzt aufsuchen. Der Grund für dieses Vorgehen: „Wir wollen die Gefährdung für Dritte möglichst gering halten“, sagt Glawe.

Reisewelle zu Pfingsten erwartet: Hotels müssen stornieren

Ansonsten gilt jedoch weiterhin der bereits vorgestellte Fünf-Punkte-Plan der Landesregierung:

  1. Schritt: Rückkehr auswärtiger Besitzer von Ferienwohnungen und von einheimischen Dauercampern vom 1. Mai an.
  2. Schritt: vorsichtige Wiedereröffnung der Gaststätten, Restaurants und Cafés vom 9. Mai an.
  3. Schritt: Übernachtungen für Urlauber aus MV in Hotels, Pensionen, Ferienwohnungen und auf Campingplätzen ab dem 18. Mai.
  4. Schritt: Gäste aus anderen Bundesländern dürfen vom 25. Mai an wieder in MV übernachten.
  5. Schritt: Tagestourismus und internationaler Tourismus werden wieder zugelassen.

Für Hotels gibt es Auflagen in punkto Abstandsregeln

Nachdem klar war, dass Mecklenburg-Vorpommern ab dem 25. Mai für alle Touristen aufmacht, habe es natürlich „massive Anrufe und Bestellungen“ gegeben, so Glawe. Jedoch gilt ab diesem Datum, zunächst für drei Wochen, eine maximale Belegungsquote: Hotels und andere Unterkünfte sowie Campinplätze dürfen nur 60 Prozent ihrer Bettenkapazitäten nutzen. Das entspreche etwa 300.000 Betten im gesamten Bundesland, so Glawe. 

Die Unterkünfte hätten sich darauf verständigt, neue Buchungen oder Stornierungen nach dem Eingang der jeweiligen Buchung vorzunehmen. Wer zuerst kommt, mahlt zuerst. Und wenn 60 Prozent erreicht sind, darf nicht weiter belegt werden.

Nordsee: Welche Auflagen gelten dort?

Auch an der Nordsee dürfen Hotels ab dem 25. Mai wieder öffnen – in Niedersachsen gilt eine Maximal-Belegungsquote von 50 Prozent für Hotels sowie eine Wiederbelegungsfrist von sieben Tagen.

In Schleswig-Holstein gibt es, Stand heute, keine solche Einschränkungen. Hotels, Ferienhäuser und Ferienwohnungen in dem Bundesland dürfen ab Montag, den 18. Mai, wieder öffnen. Auch Wohnmobile dürfen wieder anreisen, die Campingplätze öffnen komplett – und zwar im gesamten Bundesland.

Ob die beiden anderen nördlichen Bundesländer noch planen, ebenfalls Menschen aus Corona-Risikogebieten die Einreise zu verweigern, dazu haben sie sich bislang nicht geäußert.