Obwohl die USA weltweit am stärksten von der Coronavirus-Pandemie betroffen sind, hatte der Gouverneur von Florida den Kommunen die Erlaubnis erteilt, die Strände wieder zu öffnen – und die Bürger nahmen die zurückgewonnenen Freiheiten dankend an. Das brachte unerwünschte Nebeneffekte: Allein in Cocoa Beach, einer Stadt im Brevard County, sammelten sich seit der Wiedereröffnung am 21. April fast sechs Tonnen Müll an.

Tonnen an Müll an Floridas Stränden nach Wiedereröffnung

Die Konsequenzen ließen nicht lange auf sich warten. „Dieses Verhalten dulden wir nicht“, heißt es in einer Pressemitteilung der dort ansässigen Polizei. Gesagt, getan: Von nun an zahlen Umweltverschmutzer, die ihren Müll am Strand wegwerfen, bis zu 250 Dollar Strafe. Außerdem haben Menschen, die ein ähnliches Verhalten beobachten, die Möglichkeit, sich bei der Polizei zu melden und ihr einen Standort sowie eine Beschreibung des Täters zu liefern.

Cocoa Beach: Strände unter strenger Beobachtung

Zudem versichert die Behörde in Cocoa Beach, künftig verstärkt auf das Müllaufkommen am Strand zu achten, um „dieses respektlose Verhalten“ einzudämmen. Hierfür würden auch „weitere Augen und Ohren“, etwa Aufseher und Angestellte des Ordnungsamts, zum Einsatz kommen.

Dass die Verschmutzung von Stränden in Florida seit der Wiedereröffnung zugenommen hat, zeigen der „USA Today“ zufolge auch die Zahlen der gemeinnützigen Einrichtung Keep Brevard Beautiful (KBB). Sie hätten an einem Freitag rund 33 Tüten Müll gesammelt, an einem Samstag 122 und am Sonntag 142. Eine Menge, die im Normalfall nur an Feiertagen aufkäme.

KBB-Direktor Bryan Bobbitt appelliert dem Bericht nach daher an die Strandbesucher: „Die Menschen müssen verstehen, dass Tiere wie Vögel, Fische und Schildkröten wegen des Mülls auf dem Boden sterben können. Das Problem betrifft daher die gesamte Umwelt.“