Schließungen, Abstandsregelungen und strenge Richtlinien: Weltweit leidet die Wirtschaft unter den Folgen der Coronavirus-Pandemie. Ganz vorn dabei sind Kneipen, Gaststätten und Restaurants. Doch Wirte aus Amsterdam sehen in der Situation eine Chance. Sie heben das Social Distancing, die bewusste räumliche Trennung von Menschen, auf ein neues Level.

Social Distancing im Restaurant: Essen im Gewächshaus

Denn im veganen Restaurant Mediamatic gibt es jetzt „Serres Séparées“, was auf Deutsch so viel wie „separate Gewächshäuser“ bedeutet. Die Idee hierfür lieferten tatsächlich französische Separees, also kleine Nebenräume für ungestörte Zusammenkünfte.

„Das deutet auf eine Art Intimität hin“, heißt es von den Betreibern auf der Website des Mediamatic. „Obwohl das, was in den Kabinen passiert, weniger geheim sein wird als in herkömmlichen Separees.“ Klingt merkwürdig, sieht aber edel aus.

Die „separaten Gewächshäuser“ machen einen Restaurantbesuch mit einer weiteren Person möglich.

Social Distancing leicht gemacht: So funktioniert die Bedienung

Aufgrund der Covid-19-Abstandsregelungen betreten die Servicekräfte die „separaten Gewächshäuser“ nicht. Stattdessen bleiben sie vor ihnen stehen und bedienen Freunde und Familie – das Restaurant befindet sich nämlich noch in der Testphase – auf diese Weise.

Sicherheitshalber bleibt die Bedienung im Mediamatic in Amsterdam außerhalb der Kabine.

Bis die ersten „echten“ Gäste eintrudeln, möchten die Betreiber des Restaurants die Bedienung aber noch optimieren – mithilfe eines langen Bretts, das als Tablett fungiert. Außerdem sollen die Servicekräfte mit Handschuhen und Mund-Nasen-Bedeckungen ausgestattet werden, um das Risiko einer Ausbreitung des Coronavirus zu begrenzen.

Zeit, um das Konzept zu verbessern, haben die Betreiber allemal: Denn bis zum 19. Mai 2020 steht die Gastronomie in Amsterdam ohnehin still.