Deutsche Urlauber können demnächst wieder an ihre Lieblingsorte in Deutschland reisen und eine Ferienwohnung buchen. Denn: Die Bundesländer heben nach und nach die Corona-Beschränkungen auf. Schon zu Pfingsten dürfen die Hotels beispielsweise an der Nordsee und der Ostsee öffnen.

Wer nun wieder Reisepläne schmiedet, sollte bei seiner Buchung aber auf die Stornierungsregeln achten – schließlich könnte eine neue Infektionswelle ausbrechen oder privat etwas dazwischen kommen.

Vorsicht vor unterschiedlichen Storno-Bedingungen bei Hotels, Ferienwohnungen und Ferienhäusern

Deshalb sollten Urlauber immer einen Blick in die AGB des Anbieters werfen, da bei Hotels, Ferienwohnungen und Ferienhäusern unterschiedliche Buchungsbedingungen gelten. Viele Unterkünfte sind laut der Verbraucherzentrale Nordrhein-Westfalen nur bis 30 Tage vor der Anreise kostenlos stornierbar. Einzelne Anbieter sind kulanter und erlauben eine Stornierung noch 24 Stunden vor der Abreise.

Bei einigen Unterkünften liegen die Storno-Kosten durchschnittlich bei 20 bis 30 Prozent, kurz vor Reisebeginn sogar bei bis zu 90 Prozent oder höher. Also: Wer früher storniert, zahlt in der Regel niedrigere Stornierungskosten.

Was passiert, wenn Behörden Übernachtungen wegen einer neuen Corona-Welle verbieten?

Sollte eine mögliche zweite Infektionswelle dazu führen, dass die Behörden den Tourismus wieder untersagen, müssen Hotels und Vermieter von sich aus die Buchungen stornieren und das Geld zurückgeben.

Sollten sich Anbieter einer Ferienwohnung sträuben, dann können sich Mieter in Deutschland auf den Paragrafen 543„Außerordentliche fristlose Kündigung aus wichtigem Grund“ des Bürgerlichen Gesetzbuchs (BGB) beziehen. Reiserechtsanwalt Paul Degott zufolge seien die Regelungen für alle Mietverhältnisse für Wohnraum gültig – unabhängig davon, ob das Mietverhältnis privat, gewerblich oder die Vermietung für wenige Tage oder mehrere Jahre erfolgt.

Mieter können also ihren Mietvertrag mit Bezug darauf kündigen oder „das Mietverhältnis auf Eis legen und einen anderen Termin vereinbaren, sobald sich die Lage wieder beruhigt hat“, so Degott gegenüber dem reisereporter.

Reiserücktrittsversicherung kommt nicht für Folgen des Coronavirus auf

Im Übrigen können Reisende nicht aus Angst vor dem Coronavirus auf eine Reiserücktrittsversicherung zurückgreifen, um die Stornogebühren zu bezahlen. Die meisten Versicherer lehnen die Folgen einer Pandemie als Versicherungsgrund ab. Schau also immer in die AGB der Versicherung. Wann eine Reiserücktrittsversicherung sinnvoll ist und welche Alternativen es gibt, liest du in unserer großen Übersicht