Die Malediven haben in der Corona-Krise einen entscheidenden Vorteil gegenüber anderen beliebten Reisezielen: Ihre Fläche verteilt sich auf viele kleine Inseln. Dadurch konnte sich das Virus nicht so schnell ausbreiten und die Menschen, die im Paradies der Malediven zu Hause sind, wurden von einer großen Pandemie-Welle verschont.

Dass es am 1. Mai 468 bestätigte Fälle bei einer Bevölkerungsanzahl von rund 170.000 Menschen dort gab, liegt aber auch an den strengen Maßnahmen vor Ort, wie das Tourismusportal „Reisevor9“ berichtet. 

Leer stehende Resorts werden zu Quarantäne-Stationen

Demnach hat die Struktur der Inselgruppe maßgeblich zur Eindämmung des Virus beigetragen. Denn eine Insel wird entweder für touristische Zwecke genutzt oder von den Einheimischen bewohnt. Leer stehende Resorts wurden so zu Quarantäne-Stationen umgewandelt, in denen Verdachtsfälle sich frei bewegen durften, bis sie nach 14 Tagen negativ getestet wurden.

Außerdem gab es seit Bekanntwerden der ersten Fälle auf den Malediven Ausgangssperren und eine allgemeine Einreisesperre. 

Wann ist Malediven-Urlaub wieder erlaubt?

Wann Touristen wieder einreisen dürfen, steht derzeit zwar noch nicht final fest, eine Tendenz gibt es aber bereits: Das Land hofft derzeit auf das Anlaufen des Tourismus im Juli. Damit das gelingen kann, werden derzeit Pläne für den Umgang mit Touristen besprochen.

Andreas Witte, Deutschlands Honorarkonsul der Malediven, plädiert dahingehend auf eine Testpflicht der Urlauber vor Abflug, die am besten auf EU-Ebene oder international standardisiert werden solle.

Gesundheit der Einheimischen geht vor Tourismus

Denn letztlich steht auch bei der vom Tourismus wirtschaftlich abhängigen Inselgruppe die Gesundheit der Einheimischen an erster Stelle. Und die kommen in den Resorts mit zahlreichen Touristen aus aller Welt in Kontakt.

Ob die Öffnung der Grenzen also wirklich im Juli stattfinden kann, hängt von vielen Faktoren ab, wie etwa der Ausbreitung der Pandemie auf den Malediven und in den Ländern der potenziell einreisenden Touristen und auf die Sicherheitsmaßnahmen, die bis dahin getroffen werden können.