Kontaktbeschränkungen, Ausgangssperren und Grenzschließungen: Seit Wochen bestimmen die Folgen der Coronavirus-Pandemie den Alltag von Millionen Menschen weltweit. Nun wagen einige Länder erste zaghafte Schritte aus der Krise. Italien, Spanien und die USA lockern die Maßnahmen – und das zieht schon jetzt viele Touristen an. 

Außer Spanien ist kein anderes Land in Europa so hart durch die Corona-Krise getroffen: Bis heute, 6. Mai, verzeichnete Italien 213.000 bestätigte Fälle von Covid-19, mehr als 29.000 Menschen starben. Dementsprechend strikt waren die Maßnahmen der Regierung, um eine weitere Ausbreitung einzudämmen. Nun, nach sechs Wochen Lockdown, dürfen die Menschen seit Montag wieder arbeiten und rausgehen. Ein Angebot, das offenbar viele Bürger lockt. 

Zudem gingen Ladenbesitzer in Venedig auf die Straßen, um gemeinsam zu protestieren. Das Ziel: eine schnellere Wiedereröffnung der Geschäfte. 

Aktuelle Deals

Nach Corona-Lockdown: Spanien lockert Schutzmaßnahmen

Die strikte Ausgangssperre der spanischen Regierung hat dazu beigetragen, dass die Infektionszahlen seit geraumer Zeit stetig zurückgehen. Das Land hat sich deshalb dazu entschlossen, die Maßnahmen nach dem siebenwöchigen Lockdown allmählich zu lockern. Auch hier dürfen die Menschen seit Samstag spazieren gehen und Sport im Freien treiben. 

Wochenlang wirkte Mallorca aufgrund der Corona-Richtlinien gespenstisch. Nun kehrt wieder Leben ein.

Das lassen sich die Spanier nicht zweimal sagen: Einheimische aus Málaga fuhren fröhlich mit dem Rad umher oder machten Yoga. Auch die Promenaden in Barcelona und auf Mallorca füllten sich mit Menschen.

Weiterlesen nach der Anzeige

Anzeige

Die Polizei schritt mit Lautsprecherdurchsagen ein, löste Gruppen auf und forderte Personen, die sich außerhalb der ihrer Altersgruppe zugeschriebenen Zeit im Freien bewegten, auf, nach Hause zu gehen.

Trotz anhaltender Corona-Krise: Auch USA lockern Richtlinien

Auch in Amerika wurden die Schutzmaßnahmen gelockert – obgleich Virologen bezweifeln, dass das Land hinsichtlich der wachsenden Infektionszahlen über den Berg ist. Am Montag öffnete in Florida „Clearwater Beach“, ein Strand, der sich bei Einheimischen und Touristen in der Regel großer Beliebtheit erfreut.

Entsprechend hoch war das Menschenaufkommen. Ähnliche Szenen spielten sich in Washington ab. 

Auch in Florida freuten sich die Bürger über die neuen Freiheiten. Nun sind die ersten Strände vermüllt.

Menschenmassen an Touristen-Hotspots: Mediziner alarmiert

Experten des Imperial College London zeigen sich laut der britischen „Sun“ alarmiert. Die Vergangenheit habe gezeigt, dass voreilige Schritt aus der Krise zu steigenden Corona-Infektionszahlen führen. Im schlimmsten Fall drohe eine zweite Welle der Pandemie – und damit möglicherweise ein zweiter Lockdown.