Hostels haben ihren eigenen Charme: Dort schlafen fremde Menschen gemeinsam in einem Mehrbettzimmer, teilen sich ein Bad und erzählen sich von ihren Reiseabenteuern. Gelegentlich schließen dort Backpacker und Blogger Freundschaften fürs Leben oder finden ihre große Liebe – manchmal zu einem anderen Menschen, manchmal zu dieser besonderen Art des Reisens.

Diese Erfahrungen haben den Reiseblogger Kash Bhattacharya dazu veranlasst, die Kampagne „Adopt a Hostel“ (deutsch: Adoptiere ein Hostel) zu starten. Gemeinsam mit der Marketingagentur Stay the Night will er Hostels weltweit retten. Denn: Viele Unterkünfte mussten aufgrund der Corona-Pandemie vorübergehend schließen und bangen nun um ihre Existenz. 

Backpacker können eines von über 200 Hostels adoptieren

„Nachdem ich in den vergangenen zehn Jahren fast 500 Hostels besucht und darüber gebloggt habe, kann ich mir die Reisebranche ohne sie nicht vorstellen“, so Bhattacharya gegenüber dem „Lonely Planet“.

„Da dachte ich an die vielen Reisenden da draußen, die ebenfalls eine emotionale Verbindung zu Hostels haben und ihre Unterstützung zeigen möchten.“ 

Die Kampagne fordert deshalb Reisende auf, ein Hostel zu adoptieren. Wie sieht das aus? Unterstützer sollen dafür eine Geschenkkarte für einen Aufenthalt in der Zukunft kaufen oder an ein Hostel ihrer Wahl spenden. 

Mehr als 200 Hostels aus der ganzen Welt haben sich bereits auf adoptahostel.com registriert, darunter auch Backpackers St. Pauli, Hostel Mondpalast Dresden, Lollis Homestay, Penthouse Backpackers und Steffis Hostel Heidelberg aus Deutschland.