Sommerurlaub in Deutschland wird wohl das Ding im Jahr 2020. Die Reisebeschränkungen und die übrigen Maßnahmen im Kampf gegen die Corona-Pandemie rund um die Welt werden Auslandsurlaub schwierig machen. Denn selbst wenn Hotels und Restaurants wieder öffnen: In Europa wird der Fokus zunächst auf Urlaub im eigenen Land gelegt.

In Deutschland selbst wollen die Bundesländer den Tourismus schrittweise wieder hochfahren. Ferienwohnungen werden wohl vor den Hotels wieder öffnen und vermietet werden dürfen. Logisch, dass die Nachfrage für die individuellen Unterkünfte nun deutlich ansteigt. Wie sich das auf die Preise auswirkt, hat die Suchmaschine für Ferienunterkünfte Hometogo analysiert.

Ferienunterkünfte auf Spiekeroog und Baltrum werden deutlich teurer

Untersucht wurde, wie sich die Preise für einen einwöchigen Aufenthalt ab dem 27. Juni 2020 in einem Ferienhaus für vier Personen in 30 Regionen und Orten in Deutschland vom Such- und Buchungszeitraum 1. Januar bis 29. Februar im Vergleich zum Such- und Buchungszeitraum 1. März bis 20. April verändert haben. 

Das Ergebnis: Die Ferienunterkünfte sind im Schnitt um zehn Prozent teurer geworden. An vielen beliebten Zielen sind die Preise noch deutlich extremer angestiegen, Spitzenreiter ist die Nordseeinsel Spiekeroog mit einem Plus von 87 Prozent, dahinter folgt Baltrum mit 70 Prozent. 

Eine Preissteigerung bedeutet aber nicht, dass Vermieter die Preise aktiv angehoben haben oder die Preise für einzelne Unterkünfte gestiegen sind. Die Preisentwicklung ergibt sich oft daraus, dass günstigere Unterkünfte zuerst gebucht werden und nur noch teurere Unterkünfte verfügbar sind. 

In Regionen mit wenig verfügbaren Unterkünften hat dies zur Folge, dass bereits eine geringe Anzahl an Unterkünften mit einem hohen Preis den Durchschnittswert einer Region beeinflussen können. Das war beispielsweise bei Spiekeroog und Baltrum der Fall. Dort waren im zweiten Betrachtungszeitraum jeweils weniger als fünf Unterkünfte verfügbar. 

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Allerdings gibt es auch Urlaubsziele in Deutschland, an denen die Durchschnittspreise für eine Ferienwohnung sogar gesunken sind: Dies ist zum Beispiel im Allgäu (minus sechs Prozent), in der Lüneburger Heide (minus 16 Prozent) oder auf den Ostfriesischen Inseln (minus 20 Prozent) der Fall. Konstant blieben die Sommerpreise beispielsweise in Kühlungsborn oder auf der beliebten Ostsee-Insel Rügen.