Trotz Fernweh lehnt fast jeder zweite Deutsche eine innereuropäische Öffnung der Grenzen für den Sommerurlaub im Ausland ab. Das hat eine Umfrage des Meinungsforschungsinstituts YouGov im Auftrag der Deutschen Presse-Agentur ergeben. Zwar sprechen sich 20 Prozent der Probanden für eine Öffnung einzelner Ländergrenzen aus. Aber nur etwa ein Zehntel der Befragten – und zwar vor allem diejenigen, die zur Altersklasse von 25 bis 34 Jahren gehören – ist der Meinung, die Reisebeschränkungen in Europa sollten zeitnah aufgehoben werden.

Sommerurlaub trotz Corona-Pandemie: Deutsche scheinen zwiegespalten

Sommerurlaub auf Balkonien statt in der Ferne: Für 48 Prozent und damit einen Großteil der Befragten geht die Gesundheit vor. Sie wollen die Grenzen für den Sommerurlaub nicht öffnen. Das könnte mitunter daran liegen, dass es vor der Corona-Krise bei 45 Prozent der Probanden noch keine Pläne für den diesjährigen Sommer gab.

Diejenigen, die den Urlaub bereits einkalkuliert hatten, zeigen sich zwiegespalten: Während 22 Prozent der Befragten angaben, aufgrund der Corona-Pandemie Abstand zu ihren Vorhaben genommen zu haben, erklärten 18 Prozent, sie würden weiterhin an ihrer Planung festhalten. Rund ein Zehntel der Teilnehmer verzichtet sogar auf einen ursprünglich geplanten Urlaub im Inland.

Reisen während der Corona-Krise: Die aktuellen Pläne der Befragten

Die aktuellen Pläne der Befragten entsprechen den verlängerten Reisebeschränkungen. 42 Prozent planen im Sommer keinen Urlaub, 13 Prozent möchten innerhalb von Deutschland verreisen. 16 Prozent sind trotz der Corona-Krise entschlossen, ins Ausland zu reisen. Rund ein Fünftel der Teilnehmer an der Umfrage hat noch keine Entscheidung bezüglich des Sommerurlaubs getroffen.

Seit Mitte März gilt wegen der Coronavirus-Pandemie eine weltweite Reisewarnung für Touristen, die dem Auswärtigen Amt zufolge noch mindestens bis zum 14. Juni bleibt. Die Grenzen zu den Nachbarländern dürfen derzeit nur vom Warenverkehr, von Berufspendlern und Menschen mit einem dringenden Anliegen passiert werden. An der Umfrage waren insgesamt 2.052 Bundesbürger verschiedener Altersklassen ab 18 Jahren beteiligt.