Ein Spaziergang in einigen Parkanlagen oder in kunstvoll gestalteten Gärten war wochenlang wegen der Corona-Pandemie in vielen Städten nicht möglich, da teilweise nicht genügend Sicherheitsabstand möglich war. So waren beispielsweise die Herrenhäuser Gärten in Hannover oder der Schlossgarten des Belvedere in Wien geschlossen. 

Diese Einschränkungen haben ein Designteam auf eine Idee gebracht. Wie würde ein Park aussehen, der dem Social Distancing gerecht wird? Das Ergebnis ist eine Art Heckenlabyrinth in Form eines Fingerabdrucks, das Einsamkeit bietet, ohne abzuschotten.

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Social-Distancing-Park könnte auf leerem Grundstück in Wien entstehen

„Parc de la Distance“ heißt das Projekt des Studios Precht, das für ein leeres Grundstück in Wien designt wurde, laut dem Team aber auch in jeder anderen Stadt umgesetzt werden kann. Der 600 Meter lange Pfad soll einen etwa 20-minütigen Spaziergang ermöglichen, ohne eine andere Person zu sehen. Dafür seien die Gassen jeweils 2,4 Meter voneinander entfernt und hätten als Unterteilung eine 90 Zentimeter breite Hecke.

„Der ‚Parc de la Distance‘ bietet eine kurze Zeit der Einsamkeit, vorübergehende Abgeschiedenheit von der Öffentlichkeit, einen Moment zum Nachdenken, Meditieren oder einfach nur, um allein durch die Natur zu gehen“, so das Unternehmen gegenüber dem Magazin „Archdaily“. Doch komplett abgeschottet seien die Besucher dennoch nicht. Sie könnten die Schritte auf dem Kieselsteinweg vom benachbarten Pfad hören und gelegentlich über die ein oder andere Hecke blicken.