Am Strand spazieren gehen, schwimmen und surfen können die Menschen in Florida seit dem Wochenende wieder. Obwohl die USA weltweit am stärksten vom Coronavirus betroffen sind, hat der Gouverneur von Florida den Kommunen die Erlaubnis erteilt, die Strände wieder zu öffnen.

Die Voraussetzung dafür: Social Distancing. Versammlungen von 50 oder mehr Personen sind verboten und die Strände sind nur zu bestimmten Uhrzeiten geöffnet. So können die Menschen ihren Freizeitaktivitäten nur von 6 bis 11 Uhr und von 17 bis 20 Uhr (Ortszeit) nachgehen.

Corona-Lockerung: Menschen strömen an die Strände von Florida

Die zurückgewonnene Freiheit nutzen viele Amerikaner aus und strömen laut einem Bericht der „New York Times“ an die Strände. Die Zeitung twitterte: „Punkt 17 Uhr kamen die Menschen in Scharen an die Küste, trotz der Befürchtungen, dass so das Coronavirus weiterverbreitet wird.“

Politiker aus Florida verteidigen Entscheidungen

Aber die lokalen Politiker verteidigen ihre Entscheidung. Lenny Curry, Bürgermeister von Jacksonville, hatte die Wiedereröffnung in einem Video verkündet.

Auf Twitter konterte er den Post der „New York Times“: „Wir müssen unsere Städte langsam wieder öffnen – sie auf unbestimmte Zeit zu schließen ist keine Option. Ich werde Schritt für Schritt dafür sorgen. Nationale Medien sollten mit ihren Veröffentlichungen verantwortungsbewusster umgehen.“ Der Winkel einer Fotografie könne einen Strandabschnitt überfüllt oder leer wirken lassen.

Bis Samstagmorgen hatten sich in Florida mindestens 25.269 Menschen mit dem Coronavirus infiziert – laut dem Gesundheitsministerium sind 740 Einwohner daran gestorben.

Bereits zu Beginn der Pandemie sind die Politiker in Florida dafür kritisiert worden, dass sie die Strände während der Frühlingsferien nicht rechtzeitig geschlossen hätten. Einige Strände in Südflorida, einschließlich Miami Beach, seien erst auf Anordnung des Staates geschlossen worden, berichtet „USA Today“.