Mit einem großen Banner mit der Aufschrift „Thank you Freemantle“ hat die „MS Artania“ am Samstag den Hafen der westaustralischen Stadt verlassen. Mehr als drei Wochen hatte das Schiff dort gelegen. Zuletzt verbrachten noch rund 400 Crewmitglieder und elf Passagiere an Bord eine zweiwöchige Quarantäne

Kein Wunder, dass bei den Menschen auf dem Schiff die Erleichterung nun groß ist. Das Schiff nehme über Südostasien Kurs auf Europa und werde am 31. Mai in Bremerhavern erwartet, teilte der Veranstalter Phoenix Reisen mit.

Auch der Premierminister von Westaustralien, Marc Owen, zeigte sich über das Ablegen der „MS Artania“ erleichtert: Das Schiff habe ihm „schlaflose Nächte beschert“, sagte er gegenüber dem australischen Nachrichtensender „ABC“. „Ich bin sehr glücklich, dass sie abgelegt hat und wir das Problem gelöst haben.“

Coronavirus auf „MS Artania“: Dutzende Erkrankte und drei Tote

Das Schiff saß in Freemantle fest, nachdem ein Passagier Symptome von Covid-19 gezeigt hatte. Insgesamt haben sich rund 40 Crewmitglieder und Passagiere mit dem Coronavirus infiziert. In Australien schätzt man, dass mindestens 81 der 545 Coronavirus-Fälle in Westaustralien auf das Kreuzfahrtschiff zurückzuführen seien.

Elf Passagiere und Besatzungsmitglieder liegen noch immer im Krankenhaus. Ein 69-jähriger Passagier ist nach Angaben des Veranstalters verstorben, ebenso zwei Besatzungsmitglieder, wie „N-TV“​ berichtet.

Mit rund 400 verbliebenen Personen an Bord schippert die „MS Artania“, die aus der ARD-Dokuserie „Verrückt nach Meer“ bekannt ist, nun endlich zurück nach Deutschland. Mehr als 800 Passagiere waren bereits Ende März zurück nach Deutschland geflogen. 58 Passagiere und Crewmitglieder, die die Quarantäne in Hotels in Perth verbracht haben, sind ebenfalls am Samstag nach Bangkok abgeflogen.