Die Coronavirus-Pandemie hat Tausende Kreuzfahrtpassagiere in den ersten drei Monaten des Jahres 2020 getroffen: Wochenlang mussten sie mit Infizierten in Quarantäne ausharren. Die Bilanz von drei Schiffen: 800 Urlauber und 36 Infizierte auf der „Artania“, mehr als 200 Verdachtsfälle bei 1.800 Gästen und vier Verstorbenen auf der „MS Zaandamm“, 3.700 Reisende, mehr als 700 Erkrankte und drei Tote auf der „Diamond Princess“.

Doch diese Zahlen bringen Reisende anscheinend nicht von ihren Kreuzfahrtplänen für das Jahr 2021 ab. So verzeichnete das Buchungsportal „Cruise Compete“, in den vergangenen 45 Tagen im Vergleich zu 2019 einen Anstieg von 40 Prozent für Buchungen für das nächste Jahr.

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Alles Gutscheininhaber beziehungsweise Umbucher? Nein: Darunter seien nur elf Prozent Reisende, deren Kreuzfahrt für 2020 abgesagt wurde, sagte die Präsidentin des Unternehmens der Tageszeitung „Los Angeles Times“.

Buchungsvolumen für Kreuzfahrten steigt für 2021 um neun Prozent

Nach einer Analyse der Schweizer Bank UBS zur Kreuzfahrtbranche stieg das Buchungsvolumen für 2021 in den vergangenen 30 Tagen gegenüber dem Vorjahreszeitraum um neun Prozent, wobei das Buchungsvolumen für Asien und Alaska noch höher war.

Die Zahlen für Tui Cruises hat der reisereporter angefragt, den Katalog für die Wintersaison 2021/2022 hat die Reederei Anfang April veröffentlicht.

Kreuzfahrtpassagiere bestätigen in Umfrage die Zahlen

Ähnliche Zahlen liefert auch eine Online-Umfrage der Website „Cruise Critic“. Abgestimmt haben mehr als 4.600 Kreuzfahrtpassagiere – 75 Prozent davon planen, Kreuzfahrten entweder mit der gleichen Häufigkeiten wie zuvor oder häufiger fortzusetzen, sobald die Coronavirus-Krise abgeklungen ist.

Die restlichen 25 Prozent gaben an, dass sie in nächster Zeit eher seltener eine Kreuzfahrt planen oder auf unbestimmte Zeit ganz darauf verzichten möchten.