Seit Ende März ist Indien im Lockdown, Einheimische dürfen nur noch für absolut notwendige Dinge vor die Tür gehen. Einige Touristen sitzen nun in dem Land fest – und nicht jeder hält sich an die Anordnung. 

Zehn Touristen aus Mexiko, Australien, Österreich und Israel hatten aber offenbar Lagerkoller und machten sich auf einen Spaziergang durch Rishikesh auf. Der Ort wurde 1968 durch die Beatles berühmt, als sie dort in einem Aschram Erleuchtung suchten – und in dieser Zeit 40 neue Songs schrieben.

Strafarbeit für Touristen in Indien: 500-mal eine Entschuldigung schreiben

Doch die lokale Polizei erwischte die Gruppe und griff auf eine ungewöhnliche Bestrafung zurück: Jedes Mitglied der Gruppe musste 500-mal „I did not follow the rules of lockdown, so I am sorry“ schreiben – zu Deutsch: „Ich habe mich nicht an die Regeln des Lockdowns gehalten, das tut mir leid.“ Das berichtet die Zeitung „Daily Mirror“. 

Auf Twitter teilte die Polizei Bilder der Aktion: Zu sehen sind zwei sommerlich gekleidete Frauen, die am Ganges-Ufer auf Steinen sitzen und auf einen Zettel schreiben. Eine weitere Aufnahme zeigt eine Frau, die auf dem sandigen Boden sitzt, ein Blatt Papier vor sich, und mit einem Polizisten spricht. 

700 ausländische Urlauber haben Corona-Regelungen in Rishikesh gebrochen

Gegenüber der „Daily Mail“ gab Polizist Vinod Sharma an, man wählte eine ungewöhnliche Bestrafung, um den Touristen eine Lektion zu erteilen. Insgesamt hätten mehr als 700 ausländische Touristen, die in der Region gestrandet sind, die Lockdown-Regeln gebrochen. Das bringt die Polizei in Rishikesh immer wieder auf kreative Ideen: Ein Polizist trug kürzlich auf seiner Patrouille einen Helm in Form des Corona-Virus, um Leute daran zu erinnern, warum sie sich drinnen aufhalten sollen. 

Laut Vinod Sharma wurden Hotels, in denen sich die Urlauber aufhalten, angewiesen, ausländische Touristen nur noch dann aus dem Haus zu lassen, wenn sie in Begleitung eines lokalen Helfers sind.