Seit Monaten ist China im Lockdown, die Menschen mussten weitestgehend zu Hause bleiben. Nun ist alles anders und China lockert nach und nach die Maßnahmen, nachdem die Zahl der Coronavirus-Infizierten zurückgegangen ist. 

Um den Tourismus wiederzubeleben, wurden auch zahlreiche Attraktionen wiedereröffnet, etwa die Chinesische Mauer oder der Huangshan-Nationalpark in der Provinz Anhui. Und damit die Menschen auch fleißig diese Orte besuchen, hatten die Behörden am ersten Wochenende freien Eintritt in den Nationalpark versprochen – statt der sonst üblichen 25 Euro. 

Der Ansturm war allerdings groß – sehr groß. 20.000 Chinesen machten sich auf den Weg in den Nationalpark, drängten sich dicht an dicht im Eingangsbereich. Die Bilder, die die britische Zeitung „The Sun“ nun veröffentlichte, sind vom vergangenen Wochenende und kaum zu glauben: Viele tragen zwar Schutzmasken im Gesicht, allerdings bei Weitem nicht alle – und Abstand zwischen den Menschenmassen ist nicht zu erkennen. Und der Mindestabstand gilt eigentlich auch in China nach wie vor. 

5.300 Menschen kamen pro Stunde an die Kasse

Erst nachdem sich bereits 20.000 Menschen in dem Nationalpark, der vom 17. Januar bis zum 21. Februar komplett geschlossen hatte, aufhielten, wurden weitere Touristen abgewiesen. Laut dem Bericht seien stündlich 5.300 Menschen an den Ticketschaltern gewesen, sodass bereits gegen 9.22 Uhr die Tages-Kapazität zu 80 Prozent erreicht war. 

Zwar mussten alle Besucher ein Gesundheitszertifikat vorzeigen und die Körpertemperatur wurde gemessen, allerdings befürchten Experten nun dennoch eine zweite Corona-Welle. Die Kontrollen in den Großstädten wurden laut der Schweizer Zeitung „Blick“ deshalb zunächst wieder verstärkt. 

Durch den mehrmonatigen Shutdown und die strengen Reiserestriktionen vieler Länder geht China davon aus, dieses Jahr umgerechnet mehr als 155 Millarden Euro an Tourismus-Einnahmen zu verlieren.