Der Osterurlaub ist in diesem Jahr wegen der Corona-Krise bereits flachgefallen, und ob wir im Sommer wieder reisen können, ist noch unklar. Die ersten großen Ferien beginnen am 22. Juni in Mecklenburg-Vorpommern. Und dort hat der Tourismusverband einen ungewöhnlichen Vorschlag gemacht: die Verschiebung der Sommerferien in seinem Bundesland und in Berlin, Brandenburg, Hamburg, Mecklenburg-Vorpommern, Nordrhein-Westfalen und Schleswig-Holstein auf August und September.

Sommerferien verschieben? Das sagt das Bildungsministerium

Die Begründung: Zum einen seien dann wieder mehr Möglichkeiten für die Freizeitgestaltung vorhanden als im Juni und Juli, zudem könnten sich die Bundesländer mit frühem Ferienbeginn von der Flaute der ersten Monate des Jahres 2020 erholen.

Auch der Dachverband DTV unterstützt den Vorschlag: Wenn Reisen im Juni und Juli noch nicht wieder möglich sein sollten, dann könne man eine einmalige Verschiebung der Sommerferien in Betracht ziehen, so Norbert Kunz, Geschäftsführer des Deutschen Tourismusverbands.

Aber: Das Bildungsministerium in Mecklenburg-Vorpommern hält von diesem Vorschlag nichts. „Es gibt keine Pläne zur Verschiebung von Ferien“, sagte Henning Lipski, Sprecher des zuständigen Schweriner Bildungsministeriums, der „Ostsee-Zeitung“.