Da die Lufthansa AG einen deutlichen Rückgang der Nachfrage für Flugreisen auch nach der Corona-Krise erwartet, will das Unternehmen seine Flotte deutlich verkleinern. Außerdem wird der Flugbetrieb der Germanwings beendet, das teilt das Unternehmen am Dienstag mit.

Von den Beschlüssen betroffen sind nahezu alle Flugbetriebe der Lufthansa Group. In der Kerngesellschaft sollen dauerhaft 18 Langstreckenflugzeuge und elf Mittelstreckenjets am Boden bleiben. 

Auch Eurowings, Brussels, Austian und Swiss legen zahlreiche Flugzeuge still

Sechs Flugzeuge vom Typ Airbus A380 davon seien ohnehin ab 2022 für den Verkauf an Airbus vorgesehen gewesen, heißt es. Damit reduziert Lufthansa ihre Kapazitäten in Frankfurt und München.

Das Aus für Germanwings wegen Corona

Auch Eurowings soll die Zahl ihrer Flugzeuge weiterhin reduzieren. Neben der Verkleinerung des Langstreckengeschäfts werden zusätzlich im Bereich der Kurzstrecke zehn Airbus A320 aussortiert.

„Zudem soll die bereits vor der Krise festgelegte Zielsetzung von Eurowings, den Flugbetrieb auf eine Einheit zu bündeln, nun beschleunigt umgesetzt werden. Der Flugbetrieb der Germanwings wird beendet“, so die Mitteilung

Ebenso sind die Töchter Brussels, Austian sowie Swiss von Flugzeugstilllegungen betroffen und alle Verträge mit anderen Fluggesellschaften seien bereits gekündigt. Für die vielen Mitarbeiter wolle die Lufthansa Group allerdings weiterhin möglichst eine Weiterbeschäftigung bieten – neue Beschäftigungsmodelle seien deshalb in Verhandlung.

Einige Airlines überstehen die Corona-Krise nicht

Auch andere Airlines haben ihre Flotten massiv zusammengestrichen – einige sind wegen der Coronavirus-Krise sogar pleite gegangen. Darunter: Thomas Cook Aviation, die britische Airline Flybe und die schwedische Fluglinie Braathens.