Sommerliche Temperaturen, keine überfüllten Strände und viele Aktivitäten: Eigentlich zieht es im Frühjahr zahlreiche Touristen auf die Balearen. Dabei ganz besonders beliebt: Mallorca. Doch in diesem Jahr ist alles anders, anstatt Touristen zu beherbergen und die nahende Sommersaison vorzubereiten, kämpfen viele Hoteliers und Gastronomen dieser Tage wegen der Corona-Pandemie um ihre Existenz. 

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Mallorca: Tourismusverband rechnet mit Totalausfall bis Ende Juni

Der Tourismusverband Balears Exeltur geht sogar von einem Totalausfall für vier Monate, ausgehend von März, aus, wie die „Mallorca Zeitung“ berichtet.

Denn Tourismusexperten vermuten, dass die Reisebeschränkungen nicht vor dem 20. Mai gelockert werden. Reiseveranstalter und Airlines würden außerdem teilweise bis Mitte Juni keine Reisen nach Mallorca anbieten, darunter Jet2 aus Großbritannien. Und dass danach sofort alles von null auf hundert hochfahre, sei unwahrscheinlich.

Denn die Eindrücke der vergangenen Monate könnten einen bleibenden Eindruck hinterlassen und sich auf das Reiseverhalten der Menschen auswirken.

Auch Reiseforscher Jürgen Schmude geht nicht davon aus, dass die Menschen nach Lockerung der Maßnahmen direkt wieder in den Flieger steigen. Unabhängig von der Unsicherheit sieht der Forscher Reisewillige auch vor einem deutlich kleineren Angebot stehen, denn einige Reiseanbieter würden die Krise nicht überstehen

Reisebranche der Balearen rechnet mit 6 Milliarden Euro Verlust

Sollte es dennoch Mitte Juni wieder losgehen, dann bleibt es bei etwas mehr als drei Monaten Totalausfall für den Tourismus der Inselgruppe, denn spätestens seit dem 13. März haben die Hotels und Restaurants auf Mallorca geschlossen

Für die drei Monate März, April und Mai rechnet die Branche mit einem Verlust von 6 Milliarden Euro, was einem Umsatzeinbruch von 41 Prozent entspricht.