Wegen sieben Corona-Infizierten an Bord mussten 800 Passagiere wochenlang auf dem deutschen Kreuzfahrtschiff „Artania“ in Australien ausharren, bevor sie Ende März von Bord durften. Weitere Tests bestätigten, dass sich insgesamt 23 Gäste und 13 Crew-Mitglieder infiziert haben. Nun hat ein Passagier den Kampf gegen das Coronavirus verloren.

„Artania“ in Australien für 14 Tage unter Quarantäne

Der 69-jährige Deutsche starb in einem australischen Krankenhaus, das teilt die Gesundheitsbehörde mit. Die anderen Infizierten werden weiterhin in Australien behandelt. Eigentlich sollte das Schiff, das aus der ARD-Doku „Verrückt nach Meer“ bekannt ist, bereits nach Deutschland unterwegs sein.

Aufgrund der Neuinfektionen steht es allerdings seit Freitag unter einer 14-tägigen Quarantäne. An Bord sind noch gut 500 Crew-Mitglieder.

Auch „Artania“-Passagiere ohne Symptome weiterhin unter Quarantäne

Bereits vor dem Ausbruch des Coronavirus hatten sich 199 Passagiere für eine Abreise mit dem Flugzeug entschieden. 832 wollten eigentlich mit dem Schiff direkt nach Bremerhaven fahren, doch das Virus machte den Plan zunichte. 

An Bord waren zuletzt noch wenige Passagiere, die weiterhin mit der „Artania“ nach Hause reisen wollten. Auf Anweisung der australischen Behörden mussten sie aber das Kreuzfahrtschiff verlassen. Sie stehen ebenfalls für zwei Wochen in einem Hotel unter Quarantäne.