Das Coronavirus sorgt dafür, dass auf der ganzen Welt Touristen wegbleiben und Menschen mehr Zeit in ihren Häusern und Wohnungen verbringen. Durch das Wegbleiben der Menschen fühlen sich offenbar viele Tiere dazu eingeladen, ihre Umgebung zu erkunden. Das sorgt für teils skurrile Bilder.

Ziegen übernehmen walisischen Badeort

Das 20.000-Einwohner-Städtchen Llandudno im Nordwesten von Wales ist normalerweise als Kurort bei Menschen beliebt. Aktuell genießen aber vor allem Ziegen die Luft im walisischen Küstenort. Normalerweise lebt die Herde wilder Kaschmir-Ziegen auf einer Anhöhe vor den Toren der Stadt. Da es ihnen dort aber anscheinend zu langweilig wurde, machten die Paarhufer einen Ausflug in die Stadt.

Die Bürgermeisterin der Gemeinde sagte gegenüber der „BBC“: „Die Tiere fragten sich wahrscheinlich genauso wie jeder andere auch: Was passiert hier eigentlich gerade? Warum sind keine Menschen auf den Straßen?“ Ein Nutzer dokumentiert das Geschehen auf seinem Twitter-Profil.

Dammwild erobert Londons Straßen

Auch in London sind skurrile Bilder zu sehen: Im östlichen Teil der britischen Hauptstadt erobert das Damwild die Straßen und grast sogar in den Vorgärten, das berichtet der „Independent“.  

Hirsche müssen sich in Japan ihre Nahrung nun selber suchen

Auch das zentraljapanische Nara spürt die Auswirkungen des Coronavirus deutlich. Normalerweise besuchen Touristen die östlich von Osaka gelegene Stadt, vor allem um im Stadtpark Hirsche zu füttern. Da dies aktuell aber nicht möglich ist, begeben sich die Tiere selber auf die Suche nach Essen.

Wie das Portal „Sumikai“ berichtet, ist das allerdings kein Problem für die Tiere. Die Touristen würden sie nur mit Reiscrackern füttern, das sei aber nur ein zusätzlicher Snack und keine Hauptnahrung für die Hirsche und Rehe. Dennoch suchen die Tiere offenbar etwas, sie werden vermehrt auf den Straßen der Stadt gesehen.

Brasilien: Seltene Babyschildkröten schlüpfen an menschenleeren Stränden

Und weil Brasiliens Strände menschenleer sind, schlüpften dort tatsächlich 100 vom Aussterben bedrohte Unechte Karettschildkröten und krabbelten ins Meer. Das Naturschauspiel hat sich im Ort Paulista zugetragen, dort gelten seit dem 21. März Ausgangsbeschränkungen.

Pinguine gucken sich Aquarium in Chicago an

Normalerweise werden Annie und Edward von Menschen angeguckt. Jetzt schlüpften die beiden Pinguine im Shedd Aquarium von Chicago selbst in die Beobachterrolle und watschelten herum. Im Video: Pinguine vor Panoramaaquarien.

Truthähne in Havard

In den Großstädten der USA sind Truthähne an Thanksgiving ein großes Thema. Dann werden sie nämlich traditionell als Festmahlzeit verspeist. 

Aktuell wurden wilde Truthähne aber an der berühmten Harvard University in Boston gesehen, wie sie den Campus unsicher machen.