Die Corona-Pandemie verlangt viel von den Menschen. Nachdem die Ausbreitung des Coronavirus in Österreich auch immer weiter voranschreitet, hat die Regierung eine Mundschutz-Pflicht für Supermärkte verabschiedet. Und auch in Deutschland geht die Diskussion um eine mögliche Pflicht zur Atemschutzmaske los.

Das führt bei vielen Bürgern zu Unverständnis und Unbehagen. Dabei gehört das Tragen einer entsprechenden Maske in vielen Ländern zum guten Ton – und das nicht erst seit Beginn der Pandemie und aus unterschiedlichen Gründen. Wir haben dir ein paar Beispiele herausgesucht. 

Chinesen tragen Mundschutz auch gegen Smog

Die Pandemie findet ihren Ursprung in der chinesischen Stadt Wuhan. Und nur kurze Zeit, nachdem der Ausbruch dort entdeckt wurde, gingen viele Chinesen nur noch mit Mundschutz vor die Tür. Denn in China ist das kein ungewöhnlicher Anblick, sondern in manchen Gegenden sogar üblich.

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Insbesondere die chinesische Hauptstadt Peking wird immer wieder von einem riesigen Smog-Nebel überrollt. Deshalb wird auch für Touristen immer wieder das Tragen von Atemschutzmasken bei Reisen nach China empfohlen. Die Einheimischen haben sich offenbar bereits daran gewöhnt, denn Chinesen mit Mundschutz sind kein seltenes Bild. 

Warum so viele Japaner einen Mundschutz tragen

China ist aber bei Weitem nicht das einzige asiatische Land, in dem die Menschen die Atemschutzmaske in ihren Alltag integriert haben. Auch in Japan gehört die Maske einfach dazu. Und zwar so sehr, dass es dort sogar Fernsehwerbung für die Masken gibt, wie „Deutschlandfunk Kultur“ berichtet. Denn auch wenn viele Japaner die Maske zum Schutz vor einer Erkältung oder Grippe tragen, nutzen sie mittlerweile auch einige als Art Modeprodukt. So ist es nicht ungewöhnlich, dass in Japan einige Einheimische mit Masken aus Seide oder Baumwolle, passend zum Outfit, herumlaufen. 

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Vietnam und Thailand: Wenn es ohne Mundschutz kaum noch geht

Wer schon einmal in der thailändischen Metropole Bangkok oder in der vietnamesischen Stadt Hanoi war, der weiß um die schlechten Luftverhältnisse in asiatischen Großstädten. Die Einheimischen aber haben sich mit dem Smog arrangiert: Sie tragen einfach Atemschutzmasken. 

Atemschutz in Europa und Australien nur in Ausnahmesituationen

Der Mundschutz ist so ein Phänomen, das wir vor der Corona-Krise vor allem in asiatischen Ländern beobachten konnten. Aber auch in Südeuropa und Australien gibt es immer wieder Momente, in denen viele Menschen zur Maske greifen. Und zwar immer dann, wenn die Waldbrände ausufern und die Rauchwolken in die Wohngebiete der Menschen ziehen. Das war zuletzt im vergangenen Jahr in Australien in einem großen Ausmaß zu beobachten. 

Gesetze sprechen gegen Masken-Trend in Europa

Seit Ausbruch der Corona-Krise gewöhnt sich nun auch Europa wieder zunehmend an den Mundschutz. Ob diese Entwicklung aber die Pandemie überstehen wird und der Mundschutz auch für uns bald zum Alltag gehört, ist durchaus fraglich. Denn es ist nicht nur kulturell fremd für uns, sondern es gibt auch Gesetze, die dem Tragen von Masken in der Öffentlichkeit grundsätzlich entgegenstehen. 

So gilt etwa in Frankreich, Österreich, den Niederlanden und Belgien ein sogenanntes Verschleierungsverbot. Das beinhaltet zwar vor allem die Gesichtsverdeckung mit einem Schleier oder einer Burka, aber es gab auch schon Fälle, in denen Menschen mit einer Atemschutzmaske zur Verantwortung gezogen wurden.