Abertausende Flugzeuge bleiben am Boden, Airlines kämpfen ums Überleben: Das Coronavirus trifft die Luftfahrtbranche besonders hart. Doch es führt auch dazu, dass Flüge durchgeführt werden, die unter normalen Bedingungen nicht stattfinden würden.

Am 16. März landete am Pariser Charles de Gaulle Airport sogar ein echter Rekordflug. Die französisch-polynesische Fluggesellschaft Air Tahiti Nui flog nonstop von der Hauptstadt Papeete ins knapp 16.000 Kilometer entfernte Paris. Grund für diesen Flug: Die USA hatten kurz zuvor ein Einreiseverbot für europäische Passagiere erlassen. 

Erster Direktflug zwischen Honolulu und Frankfurt seit 9 Jahren

Aufgrund der Corona-Pandemie mussten auch Passagiere von Kreuzfahrtschiffen eine frühzeitige Rückreise antreten. Dieses Schicksal erwischte auch die Gäste der Norwegian Cruise Line. Reisende auf der „Norwegian Jewel“ saßen im Pazifik fest und wurden schließlich über Honolulu, Hawaii nach Frankfurt geflogen.

Für eine Strecke von knapp 12.000 Kilometern brauchten sie dank günstiger Windverhältnisse „nur“ 14 Stunden und 45 Minuten. Wie die „FAZ“ berichtet, gab es einen Direktflug zwischen Hawaii und Deutschland zuletzt vor neun Jahren.

Lufthansa fliegt nach Neuseeland

Um gestrandete Deutsche aus Neuseeland zurück nach Deutschland zu holen, flog die größte deutsche Airline mit einem Zwischenstopp in Tokio ans andere Ende der Welt. Allerdings wurden die Rückholaktionen in Neuseeland erst einmal ausgesetzt. Die neuseeländische Regierung hatte diese Flüge wegen strenger Corona-Sicherheitsmaßnahmen untersagt. Nach tagelangem Warten lief die Aktion dann am Freitag an.

Auch Frachtflugzeuge von der Corona-Krise betroffen

Nicht nur für die zivile Luftfahrt hat die globale Corona-Pandemie Folgen, auch auf die kommerzielle Luftfracht wirkt sich die veränderte Situation aus. Um dringend gebrauchte Güter zu transportieren, griff zum Beispiel die österreichische Gesellschaft Austrian Airlines auf eine ungewöhnliche Methode zurück. 

Da der Frachtraum im Rumpf des Flugzeugs nicht ausreichte, überdeckten sie ganz einfach die Sitzreihen mit Folie und transportierten einen Teil der Fracht in der Kabine.