Das südostasiatische Land verbinden die meisten Menschen mit Backpacking-Urlaub, pulsierenden Großstädten oder der weltberühmten Halong-Bucht. Wenn wir an vietnamesische Küche denken, kommt uns sofort die Rinderbrühe Phở (gibt’s auch in vegan oder vegetarisch) in den Sinn.

Doch seit einiger Zeit erobert der vietnamesische Kaffee immer mehr Lokale auf der ganzen Welt. Vom hippen Café in New York bis nach London: Cà phê begeistert weltweit immer mehr Kaffee-Liebhaber.

Vietnamesischer Kaffee erfreut sich auf der ganzen Welt immer größerer Beliebtheit. (Symbolbild)

Bevor wir zur genauen Zubereitung kommen, einige interessante Hintergrundinformationen: Erstmalig in Berührung gekommen mit der koffeinhaltigen Bohne ist das Land in den 1850er-Jahren, als die Kolonialmacht Frankreich die Kaffee-Kultur nach Vietnam brachte.

Bemerkenswert: Vietnam ist nach Brasilien weltweit der zweitgrößte Kaffeeexporteur. Die Vietnamesen verschiffen aber nicht nur rund 25 Millionen Kaffee-Säcke jährlich, nach einem Bericht von „CNN“ hat das Geränk auch in Vietnam selber einen festen Platz in der Kultur eingenommen.

Zwei Zutaten machen den Kaffee so besonders

Was macht den Kaffee aus dem südostasiatischen Land nun so besonders? Das sind vor allem zwei Dinge. Bei der Sorte der Kaffeebohnen kommen zum Großteil Robusta-Bohnen zum Einsatz. Diese Bohnen weisen im Unterschied zu den in Deutschland und vielen westlichen Ländern verwendeten Arabica-Bohnen eine deutlich intensivere Bitter-Note auf. Obendrein haben sie einen höheren Koffeingehalt.

Zum Ausgleich setzt der vietnamesische Kaffee auf die Komponente (gesüßte) Kondensmilch. Diese fristet hierzulande ein Schattendasein und kommt nur dann zum Einsatz, wenn frische Milch nicht verfügbar ist. Die Kombination aus beidem macht den vietnamesischen Kaffee zu einem interessanten Genuss mit leicht süßlicher Note. Aufgrund der hohen Temperaturen im Land trinken die Vietnamesen ihren Kaffee meist kalt. Diese Variante heißt Cà phê Đá. 

Das Rezept für vietnamesischen Kaffee

Diese Zutaten brauchst du:
Vietnamesischen Kaffee (zum Beispiel Trung Nguyen, gibt es in Asia-Shops oder Kaffee-Online-Händlern). Falls dir das zu aufwendig ist, kannst du natürlich auch anderen Kaffee verwenden.
Gezuckerte Kondensmilch
Metallfilter (Phin-Filter)
Eiswürfel für einen modernen Eiskaffee
Wie genau du vietnamesischen Kaffee zubereitest, findest du hier.

Wem das noch nicht exotisch genug ist: Es gibt auch noch eine Egg-Coffee-Variante, bei der Kondensmilch mit einem Eigelb schaumig geschlagen wird:

Eine andere abgefahrene Variante: Joghurt-Kaffee. Hierbei interagiert die süße der Kondensmilch mit dem bitteren Kaffee und dem leicht säuerlichen Joghurt.