130.000 Touristen besuchen normalerweise täglich Venedig. Vor allem in der Hochsaison ist die Stadt überlaufen. Um den Overtourism einzudämmen, sollten Kreuzfahrt-Passagiere und Tagestouristen eigentlich ab dem 1. Juli 2020 Eintritt zahlen. Doch aufgrund der Corona-Kirse sind die Straßen und Plätze in der Lagunenstadt menschenleer. Darauf reagiert die Stadtverwaltung nun mit einem Aufschub der Gebühr, um ein ganzes Jahr. 

Laut Venedigs Bürgermeister sei eine Einführung derzeit unangemessen – man wolle warten, bis die Krise vorbei ist, und dem Tourismus Zeit geben, wieder anlaufen zu können. Daher trete die Eintrittsgebühr für Touristen erst ab dem 1. Juli 2021 in Kraft. Dass die Umsetzung aber wichtig sei, würden derzeit die klaren Flüsse in Venedig beweisen. Dort habe sich der Schlick abgesetzt, der ansonsten durch Bootspropeller für Sightseeingtouren aufgewühlt werde. Das berichtet die Nachrichtenseite „Repubblica“. 

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Eintritt  für Touristen in Venedig wurde bereits mehrmals verschoben

Es ist nicht das erste Mal, dass die Einführung der Gebühr verschoben wurde. Zum Beschluss der Regelung kam es bereits im Februar 2019, jedoch diskutierte die Stadtregierung lange darüber, wann die Regelung greifen solle. Der erste Starttermin lag im Mai, dann war der September im Gespräch, und letztlich sollte der Beschluss eigentlich ab 1. Juli 2020 umgesetzt werden. 

Touristen müssen bis zu 10 Euro Eintritt zahlen oder mit einem hohen Bußgeld rechen

Seit Oktober ist allerdings klar: In der Nebensaison sollen die Kosten für Reisende bei drei Euro liegen, in der Hochsaison variiert die Höhe. So soll der Eintritt an überfüllten Tagen von acht auf zehn Euro steigen. Wer keinen Eintritt für Venedig bezahlt, muss mit einem Bußgeld von 100 bis 450 Euro rechnen.