Ausgangssperren und Kontaktverbote gibt es seit der Coronavirus-Pandemie in vielen Ländern der Welt. Überall gilt: Wer sich mit dem Coronavirus infiziert hat, muss in Quarantäne. Das soll ein Tourist in Südafrika aber ignoriert haben. Trotz positiven Tests auf das Virus habe er seine Lodge im Kruger-Nationalpark verlassen, berichtet die südafrikanische Polizei. Nun soll er wegen versuchten Mordes angeklagt werden. 

Laut der südafrikanischen „Sunday Times“ wird der Mann beschuldigt, seine Unterkunft verlassen zu haben, obwohl er angewiesen worden war, dies zu unterlassen. „Stattdessen ignorierte der Tourist am 22. März die Anweisung und fuhr nach St. Lucia in der Provinz KwaZulu-Natal, wo er offenbar mit einer unbekannten Anzahl von Menschen interagierte“, heißt es von Polizeiminister Bheki Cele.

Tourist befindet sich in einem Krankenhaus unter Quarantäne

Der Mann sei anschließend in einer Ferienunterkunft angetroffen und sofort in einem Krankenhaus erneut unter Quarantäne gestellt worden. Nun werde er wegen versuchten Mordes angeklagt. Gesundheitsbehörden würden versuchen, alle Menschen ausfindig zu machen, mit denen er Kontakt hatte.

In Südafrika gibt es derzeit 709 bestätigte Coronavirus-Fälle – Todesfälle wurden bisher nicht gemeldet. Seit Montag gilt im ganzen Land eine zweiwöchige Ausgangssperre, um die Ausbreitung des Coronavirus einzudämmen.