Eigentlich sollte es eine entspannte Kreuzfahrt werden. Doch dann kam das Coronavirus und aus dem Traumurlaub wurde eine Odyssee: Fast zwei Wochen mussten etwas mehr als 800 Passagiere auf einem Schiff der Reederei Phoenix ausharren, weil es an Bord der „Artania“ sieben bestätigte Corona-Fälle gab.

Am Donnerstag dann die Erleichterung: Die Passagiere werden von Australien mit Flugzeugen nach Hause gebracht, wie die Reederei mitteilt. Darauf haben sich die australische Regierung und das Auswärtige Amt geeinigt, nachdem Australien den Menschen an Bord aufgrund der Corona-Krise die Abreise nach dem 13. März zunächst untersagt hatte. Denn die Passagiere durften nicht von Bord. 

Sieben Passagiere nachweislich an Corona erkrankt

Zuvor hatten sich bereits 199 Menschen auf dem Schiff für eine Abreise mit dem Flugzeug entschieden. Die restlichen 832 wollten eigentlich an Bord bleiben und mit dem Schiff in den deutschen Heimathafen zurückkommen. Das Coronavirus machte den Plan allerdings zunichte: Noch in Australien machten sich bei 25 Passagieren Krankheitssymptome bemerkbar, bei sieben von ihnen konnte schließlich das Virus nachgewiesen werden. Diese Menschen werden derzeit noch in Australien behandelt und erst danach zurück nach Deutschland gebracht.

„MSC Magnifica“ darf weder in Dubai noch in Australien anlegen

Während die Menschen auf der „Artania“ aufatmen können, geht die Irrfahrt von rund 700 Urlaubern aber noch weiter: Die „MSC Magnifica“ ist im Januar auf große Weltreise aufgebrochen. Mit zunehmender Ausbreitung des Coronavirus auf der Erde wurde aber auch die Lage auf dem Schiff immer ungemütlicher. Nachdem zahlreiche Häfen entlang der Route das Anlegen verweigert hatten, fährt es nun an der australischen Küste entlang.

Anlegen darf es nicht, obwohl es keinen Corona-Fall an Bord gibt. Die Reederei MSC Cruises erwartet aber, dass das Schiff nun bald in Richtung Europa aufbrechen wird und dort dann auch anlegen kann, damit die Passagiere nach Hause können.