Gerade in Zeiten von Reisewarnungen und Kontaktverbot aufgrund des Coronavirus kann es zu Hause schnell langweilig werden. Also vertreib die Zeit und das Fernweh doch mit einer Bastel-Reise. Es gibt viele landestypische Gegenstände, die du dir einfach selbst anfertigen kannst. Der reisereporter nimmt dich an die Hand und führt dich durch Länder wie Japan, Spanien und Australien.

Mit Origami in die Kultur Japans eintauchen

Weltweit werden große Events abgesagt– so auch die Olympischen Spiele 2020 in Tokio. Damit fallen für viele nicht nur ein großes Sportereignis flach, sondern auch geplante Sightseeing-Ausflüge. Um in diesem Jahr dennoch ein kleines Stück japanische Kultur zu genießen, kannst du etwas Sport für die Finger betreiben und die Kunst des Papierfaltens erlernen. 

Origami hat in Japan Tradition – geschichtliche Aufzeichnungen gehen bis ins sechste Jahrhundert zurück. Vermutlich wurde es zu dieser Zeit von buddhistischen Mönchen aus China eingeführt. Seither gibt es fast keinen Gegenstand, den Origami-Künstler nicht nachbasteln können. Einen Tiger zu falten gestaltet sich fürs Erste vermutlich zu schwer. Wie wäre es also mit einem Hasen? Der eignet sich auch super als Osterdeko.

Wähle einfach ein buntes Stück Papier in den Maßen 21 mal 21 Zentimeter und schon kann es losgehen. Die genaue Falt-Technik findest du in diesem Video:

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Nordamerika: Stelle einen Traumfänger her

Guter Schlaf ist essenziell für ein ausgeglichenes Wohlbefinden. Damit du nachts von deinem nächsten Urlaub träumen kannst, könnte dir ein Traumfänger helfen. Denn laut dem Glauben der indigenen Völker Nordamerikas gehen die guten Träume durch das Netz, während die schlechten Träume am Netz hängen bleiben und von der Morgensonne neutralisiert werden. Um dir einen Traumfänger selbst zu basteln, brauchst du:

  • Strohhalme
  • Draht (2 Millimeter)
  • Wolle
  • Stoffreste
  • Federn
  • Perlen mit Löchern

Je nach Ausführung kann das Basteln ein bis drei Stunden dauern. Mit etwas Geschick sollten auch Anfänger keine Probleme beim Anfertigen haben.

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Südamerika: Schneide dir einen Poncho zurecht

An manchen Tagen möchte man sich einfach in eine kuschelige Decke wickeln, warum nicht mit einem selbst zurechtgeschnittenen Do-it-yourself-Poncho? Das Tuch mit einem Schlitz in der Mitte wird in Teilen Südamerikas wie ein Mantel auf den Schultern getragen.

Dafür musst du einfach nur deinen Kopf durch das Loch stecken. Seinen Ursprung hat der Poncho bei den indigenen Völkern Südamerikas. Mittlerweile ist er aber auch auf der ganzen Welt beliebt.

Aus einer Decke kannst du dir selbst einen Poncho schneiden.

Um dir einen solchen Mantel selbst zu machen, brauchst du lediglich eine Schere und eine Tagesdecke, die du dafür opfern möchtest. Lege die längeren Seiten der Decke aufeinander, schnapp dir die Mitte und halte diese mit den Fingern fest. Dann klapp die Decke auf und markiere die Stelle.

Anschließend schneidest du dort einen Schlitz hinein, der etwas größer als der Durchmesser deines Kopfes ist, und schon hast du einen selbst gemachten Poncho.

Spanische Kastagnetten basteln und Flamenco tanzen

Kastagnetten kommen traditionell seit dem 17. Jahrhundert bei spanischer Tanzmusik zum Einsatz. Tänzerinnen verwenden sie zur rhythmischen Begleitung bei Tänzen wie Flamenco und Sevillana. Normalerweise bestehen die schalenförmigen Muscheln aus Hartholz oder Kunststoff, doch du kannst sie dir auch aus Walnussschalen oder Kronkorken selbst basteln.

  • Pappe
  • 2 Kronkorken oder Walnussschalen
  • Flüssigkleber
  • Schere
  • Stift
  • Lineal

Mach dir einen spanischen Themenabend mit selbst gemachten Kastagnetten.

Los geht die Bastelaktion mit der Pappe. Mal mit Lineal und Stift ein Rechteck in der Größe 15 mal 5 Zentimeter darauf. Dann schneidest du es aus und faltest es in der Mitte. Anschließend trägst du Flüssigkleber auf den Rand der Walnussschale oder den Kronkorken auf. Klebe links und rechts jeweils eine Walnussschale auf den äußeren Rand der Innenseite der Pappe. Wenn du die Pappe zusammenklappst, sollten sich die Schalen berühren.  

Lass den Kleber gut trocknen, bevor dein neues Instrument zum Einsatz kommt. Dann kannst du beim Zusammenklappen der Pappe das typische Klick-Geräusch erzeugen.

Einem spanischen Themenabend mit einem heißen Hüftschwung steht damit nichts mehr im Wege. Koch dir doch vorher eine leckere Paella, um das Ganze abzurunden.

Didgeridoo wie die Aborigines in Australien spielen

Das Didgeridoo ist ein Blasinstrument der australischen Ureinwohner. Die Aborigines verwenden es zu traditionellen Tänzen und Gesängen. Normalerweise wird es nur aus sehr sorgfältig ausgewählten Hart- und Edelhölzern hergestellt, beispielsweise aus Eiche oder Kirschbaum.

Für das Basteln deines eigenen Didgeridoos brauchst du allerdings kaum mehr als Klopapier- oder Küchenrollen, die nebeneinander mindestens 70 Zentimeter lang sind. Außerdem benötigst du:

  • braunes Packpapier
  • 1 Luftballon
  • Kleber
  • Schere

Mach dir ein eigenes Didgeridoo aus Küchenrollen.

Leg die Küchenrollen neben- und schieb sie leicht ineinander. Um sie zu verbinden, schneidest du aus dem Packpapier zwei Rechtecke in der Größe 7 mal 15 Zentimeter aus. Anschließend klebst du das Papier um die Verbindungsenden der Rollen. So halten sie fest zusammen.

Dann schneidest du den Hals des Luftballons ab und stülpst diesen über ein Ende des Didgeridoos. Dieses Ende bildet nun das Mundstück. Jetzt musst du nur noch deine Lippen auf das Gummi setzen und schon kannst du musizieren.