Mit dem Grounding der gesamten Emirates-Flotte hat die Corona-Pandemie nun auch die weltgrößte Airline bezwungen. Und wer dieser Tage in den Himmel schaut, dem fällt auf: kaum noch ein Flieger zu sehen. Denn abgesehen von Rettungaktionen für gestrandete Touristen startet derzeit kaum noch eine Maschine.

Flugverkehr bricht um 56 Prozent im Vergleich zum Vorjahr ein

Wie gravierend sich das Coronavirus auf die Luftfahrt weltweit auswirkt, zeigen nun eindrückliche Aufzeichnungen des Portals „Flightradar24“. 

Es analysiert in täglichen Statistiken den Verlauf des Flugverkehrs während der Corona-Krise und vergleicht aktuelle Daten mit den Daten von vor einem Jahr. Demnach sei am 23. März ein Rückgang von 56 Prozent der Flüge zu beobachten gewesen. 

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Und auch, wenn man den Flugverkehr nur mit den Flügen des Vormonats vergleicht, fällt eine deutliche Differenz auf. Wie das Flugportal auf Twitter zeigt, ist die Karte am 23. März deutlich ausgedünnt:

Kommerzielle Flüge werden immer weniger

Und der Abwärtstrend bei der Zahl der Flugzeuge am Himmel wird sich vermutlich weiter fortsetzen. Denn nachdem zuletzt auch asiatische Airlines ihren Flugbetrieb erheblich eingedämmt oder ganz ausgesetzt haben, werden auch diese Flugzeuge bald für eine Weile nicht mehr auf dem Radar auftauchen.

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Bereits am 21. März verzeichnete „Flightradar24“ einen Rückgang von 13 Prozent an kommerziellen Flügen weltweit im Vergleich zur Vorwoche. 

Das macht das Portal auf Twitter mit einer Grafik deutlich, die einen ersten Einbruch des Flugaufkommens bereits Anfang Januar zeigte, der zweite zeichnet sich demnach im März ab. Mittlerweile sind die Zahlen bereits unter das Niveau von 2017 gesunken. 

Klares Wasser und weniger Luftverschmutzung

Die ausfallenden Flüge sind für die Reisebranche drastisch, für Reisende oft ärgerlich, aber für die Umwelt fast wie Urlaub. Das zeigen jedenfalls unterschiedliche Messungen, etwa in China und Italien. 

Dort ist die Luftqualität deutlich besser als vor der Corona-Pandemie. Das liegt aber natürlich nicht nur an dem Grounding der Airlines, sondern auch daran, dass das Leben in diesen Ländern weitgehend stillsteht.

Einen ähnlichen Effekt könnte es demnach auch in Deutschland und anderen Regionen der Welt geben, wo Corona das Leben massiv einschränkt. 

Ein weiterer positivier Nebeneffekt der Corona-Krise ist das kristallklare Wasser, das jetzt unter anderem in Venedig zu beobachten ist. In den Kanälen sind sogar wieder Fische entdeckt worden. Delfine gibt es dort übrigens auch jetzt nicht, auch wenn das in der vergangenen Woche mehrfach berichtet wurde.

Aber kristallklares Wasser an Ecken, an denen zuletzt nur veröltes Kanalwasser zu sehen war, ist doch auch schon ein kleiner Grund zur Freude, oder?