Zuerst die Klimakrise, dann das Coronavirus: Reiseveranstalter und Airlines haben im Jahr 2020 mehr um ihre Existenz zu kämpfen denn je. Denn die Kunden bleiben wegen der Pandemie aus und wollen oftmals sogar eine Entschädigung für die ausgefallene Reise. Experten sehen daher schwarz für einige Unternehmen in der Reisebranche und zeichnen ein düsteres wirtschaftliches Szenario für die Zukunft. 

Reisende sind jetzt gefragt, denn wir alle wollen in ein paar Monaten wieder unbeschwert in den Flieger steigen und uns aus den Angeboten der Reiseveranstalter unseren Traumurlaub raussuchen, oder? Damit das auch bei dem Reisebüro und der Fluggesellschaft des Vertrauens noch möglich ist, muss allerdings etwas passieren.

Und auch du kannst etwas für die Reisebranche tun. Der reisereporter zeigt dir im Überblick, wie du helfen kannst.

1. Storniere nicht, sondern buche lieber um

Weltweite Reisewarnung, Einreiseverbote in mehr als 100 Ländern und eine ungewisse Zukunft – klar, dass es da naheliegt, die gepante Reise nach Afrika, Asien oder Portugal zu stornieren und das Geld dafür lieber für andere Dinge auszugeben. Das bedeutet für viele Reisebüros und Veranstalter aber eine Katastrophe.

Wenn du zeitlich flexibel bist, dann wäre es besser, den geplanten Urlaub im Sommer zu verschieben, statt ihn ganz abzusagen. Denn damit hilfst du in dieser unübersichtlichen Lage Reiseveranstaltern, Airlines, Hotelbetreibern und den Beschäftigten in der Tourismusbranche dabei, die nächsten Monate zu planen.

Die Lage wird sich irgendwann beruhigen, und dann wird es auch wieder möglich sein, die Welt zu bereisen. Und abgesehen davon, dass du den Konzern dadurch vor finanziellen Einbußen bewahrst, hast du damit auch gleich etwas, auf das du dich freuen kannst. 

2. Sei loyal, wenn du wegen Corona doch stornierst

Natürlich ist uns klar, dass nicht nur die Reisebranche aktuell mit finanziellen Einbußen zu tun hat. Wenn auch du von Kurzarbeit oder wirtschaftlicher Unsicherheit betroffen bist, ist es ja mehr als verständlich, wenn du das Geld für die geplante Reise aktuell schlichtweg für andere Dinge brauchst. Aber auch diese Zeit geht vorüber.

Und da die meisten Reiseveranstalter ihre Stornierungsbedingungen an die Corona-Pandemie angepasst haben und dich kostenfrei aus dem Reisevertrag lassen, wäre es dann nicht auch fair, deine nächste Reise wieder bei dem gleichen Reisebüro zu buchen? 

3. Sei geduldig mit dem Kundenservice

Bei Reisebüros und Fluggesellschaften stehen die Telefone zurzeit nie still: Die Kunden haben Fragen zur Stornierung, zur Umbuchung und zu Buchungen, die noch weit in der Zukunft liegen. Und die Mitarbeiter im Kundenservice kommen kaum hinterher. Klar, dass auch du dann mal länger in der Warteschleife hängst, oder?

Deshalb unsere Bitte: Sei geduldig und nett zu dem Menschen am anderen Ende der Telefonleitung oder dem Empfänger deiner E-Mail. Denn auch er kann nichts für die aktuelle Situation und versucht sein Bestes, um dir mit Rat und Tat zur Seite zu stehen.

4. Kaufe Gutscheine für Reisen

Vielleicht ist der ganze Stornierungswahnsinn auch an dir vorbeigegangen. Und vielleicht hast du ja noch nach einem passenden Angebot für den Sommerurlaub in der Türkei oder die Winterflucht in den Süden gesucht, bis Corona dir erst mal einen Strich durch die Rechnung gemacht hat.

Trotzdem kannst du jetzt schon den ersten Schritt in Richtung deiner nächsten Traumreise machen und gleichzeitig der Reisebranche etwas Gutes tun. Und zwar mit einem Gutschein.

Denn viele Reiseveranstalter bieten statt konkreter Reiseziele derzeit Gutscheine für Städtereisen oder Pauschalurlaube an. Das ist im Übrigen auch eine schöne Geschenkidee für all die Geburtstagskinder, die in Zeiten von Corona ja nicht wirklich feiern können, und vielleicht ein kleiner Hoffnungsgeber auf bessere Zeiten.

5. Buche Flüge für Herbst oder Winter

Die meisten Fluggesellschaften lassen ihre Flieger derzeit zwar am Boden, aber auch das wird sich langfristig wieder ändern. Wenn du also schon genau weißt, wohin es im Herbst oder im Winter gehen soll, dann buche doch schon jetzt deine Flüge. Viele Airlines bieten diese derzeit zu günstigen Tarifen an.

Und sollte sich die Situation bis dahin nicht entspannen und der Flug dann nicht möglich sein, so ermöglichen viele Anbieter wie etwa die Lufthansa Group kostenlose Umbuchungen. So kannst du den Airlines etwas Optimismus spenden und dir gleichzeitig einen wichtigen Termin im Kalender eintragen. 

6. Unterstütze Reisebüros auf Social Media

Es sind aber nicht nur finanzielle Mittel, mit denen du die Reisebranche in der Corona-Krise unterstützen kannst. Auch die Bewertung auf Online-Plattformen und die Präsenz in Social Media werden immer wichtiger. Und gerade jetzt, da wir alle am besten zu Hause bleiben sollen, gehen kleine Reisebüros oft unter.

Unser Tipp deshalb: Sprich auf Social Media über das Reisebüro deines Vertrauens. Vielleicht gibt es dort ja derzeit besondere Angebote oder du hast in der Vergangenheit positive Erfahrungen mit den Mitarbeitern dort gemacht? Sprich darüber und ruf damit die Reiseveranstalter auch bei deinen Followern in Erinnerung.

7. Zeige Verständnis für die Unternehmen

Wir leben in einer schweren Zeit, die Lage kann sich innerhalb von Stunden ändern. Dem sind auch die Menschen ausgesetzt, die hinter den Airlines und Reiseveranstaltern stecken. Auch sie sind verunsichert und müssen schnell auf die Neuigkeiten in der Corona-Krise reagieren.

Das geht nicht immer von jetzt auf gleich. Mit den gelockerten Stornierungsbedingungen sind viele Unternehmen in der Reisebranche einen großen Schritt auf ihre Kunden zugegangen. Wenn jetzt also das Geld nicht direkt auf dem Konto landet, individuelle Anfragen etwas länger dauern oder die Mitarbeiter nicht direkt die richtige Lösung für dein Problem finden, versuche doch, etwas Verständnis aufzubringen. Denn schließlich sitzen wir alle im selben Boot. 

8. Verliere trotz Corona nicht den Glauben ans Reisen

Und wie so oft kommt das Wichtigste zum Schluss: Bleib optimistisch und erlaube es dir, weiter von traumhaften Stränden, bunten Straßen und wilden Landschaften zu träumen. Auch, wenn du es vielleicht gerade nicht sehen kannst, die Welt ist wunderbar. Und wenn wir die Corona-Pandemie überstanden haben, wirst du noch genügend Zeit haben, sie in all ihren Facetten zu erkunden. 

Bis es so weit ist, kannst du dein Fernweh zum Beispiel mit Google Maps stillen, dich auf eine kulinarische Europa-Tour begeben oder dir schon mal praktische Travel-Gadgets für deine nächste Reise basteln.