Reisen kannst du in Zeiten des Coronavirus vergessen? Nicht unbedingt. Einige Sehenswürdigkeiten kannst du dir jetzt bequem vom Sofa aus anschauen. Und es hat doch auch seinen Charme, die Chinesische Mauer oder den Taj Mahal in Jogginghose und mit Popcorn und Cola im Sitzen zu erkunden, oder? 

1. Das Weiße Haus, USA

Der wohl berühmteste Regierungssitz der Welt ist aktuell präsenter denn je in den Medien. US-Präsident Donald Trump referiert aus der Pennsylvania Avenue 1600 in Washington D.C. über die aktuelle Lage in der Corona-Krise. Flüge in die Hauptstadt der USA sind für Reisende aus Deutschland schon seit einiger Zeit nicht mehr möglich.

Das Weiße Haus: Wo sonst die mächtigsten der Welt zusammen kommen, kannst du dich jetzt bequem vom Sofa aus umsehen.


Du kannst aber über das Programm „Google Arts and Culture“ einen virtuellen Rundgang durchs Weiße Haus erleben. Dort kannst du neben den Räumen des „Eisenhower Executive Office Building“ auch Gemälde vergangener US-Präsidenten sehen. Neben der reinen visuellen Darstellung werden auch noch Fakten und Hintergründe zu den Räumlichkeiten präsentiert. Außerdem kannst du über „Google Streetview“ erleben, wie es sich anfühlt, direkt vor dem Weißen Haus zu stehen und die Parks und Gärten vor dem Haupteingang erkunden.

2. Taj Mahal, Indien

Wie viele Länder hat auch Indien auf die Corona-Pandemie reagiert und das Mausoleum und die Touristen-Attraktion Taj Mahal geschlossen. Das Grabmal besuchen normalerweise täglich Zehntausende Touristen.

Um das 58 Meter hohe Monument einmal zu sehen, musst du aber nicht  warten, bis die Maßnahmen vorbei sind. Virtuell kannst du in Google Streetview einen Blick auf den Taj Mahal werfen. In der Simulation befindest du dich auf einem der vier Minarette und blickst auf den Palast mit seiner zwiebelförmigen Kuppel.

Besonders im Abendlicht glitzert das Taj Mahal wunderschön. Dank Google Streetview kannst du es dir von außen aus der ganzen Welt aus anschauen.

Auf der Aussichtsplattform kannst du dich bewegen und das imposante Bauwerk aus verschiedenen Blickwinkeln betrachten. Außerdem siehst du auch, wie sich die Besuchermassen an den Parks und Wasserbecken auf das Mausoleum zubewegen. 

3. Ipanema Beach, Brasilien

Wären wir nicht alle in diesen Zeiten lieber an einem schönen Sandstrand? Einer der berühmtesten Strände der Welt ist der Ipanema Beach in Rio de Janeiro. Sowohl bei Einheimischen als auch bei Touristen ist der Strandabschnitt südlich der Cobacabana sehr beliebt.

Zwar nicht der schönste Strand Brasiliens, aber sicherlich der berühmteste: Am Ipanema Beach in Rio de Janeiro tummeln sich die Menschenmassen am Strand. Virtuell kannst du ihn auf der ganzen Welt erleben.

Das angrenzende Stadtviertel Ipanema gehört zu den gehobeneren Vierteln Rios. Der Stadtteil wurde unter anderem durch das Lied „The Girl from Ipanema“ bekannt. Durch einen Klick kannst du dich in die brasilianische Sonne versetzen und einen Strandspaziergang am Ipanema Beach unternehmen.

4. Mont-Blanc, Frankreich

Wenn du lieber hoch hinaus willst, dann ist der Mont-Blanc (zu deutsch: weißer Berg) an der Grenze zwischen Frankreich und Italien das Richtige für dich. Der Gipfel befindet sich in 4.810 Metern Höhe. Damit ist der Berg der höchste der Alpen und der EU. Eine Wanderung hinauf zur Spitze des Bergmassivs ist also nur etwas für echte Bergsteiger-Profis.

Das Dach Europas: Erlebe in einem 360-Grad-Video den Anstieg auf den höchsten Berg der Alpen.

Zum Glück können auch Sportmuffel über Google Streetview den Gipfel erklimmen. Das Portal bietet hier sogar einen besonderen Service an. In einem 360-Grad-Video kannst du dabei zusehen, wie ein Bergsteiger oben am Ziel ankommt. Anschließend kannst du dich in alle Himmelsrichtungen umschauen und die Aussicht genießen.

5. Pompeji, Italien

Dank der digitalen Foto-Technik kannst du dich sogar wie ein echter Archäologe fühlen. Vor fast 2.000 Jahren, im Jahre 79 unserer Zeitrechnung, hat ein Vulkanausbruch des Vesuvs die süditalienische Stadt Pompeji mit Lava und Geröll verdeckt. Die Vulkanasche hat die Stadt aber so gut konserviert, dass noch heute Besucher durch die Ruinen aus der Antike laufen können.

Begib dich auf digitale Spurensuche in der Antike: Die Ruinen von Pompeji können mit Google Streetview besichtigt werden.

Auch du kannst jetzt bequem vom Sofa aus durch das Labyrinth von Pompeji laufen und dich zum Beispiel auf die Suche nach dem alten Amphietheater machen.

6. Tower Bridge, England

Trotz Brexit, Coronavirus und Co.: Die englische Hauptstadt hat nach wie vor viel zu bieten. Ein Must-see bei jedem London-Trip ist die Tower Bridge. Das Wahrzeichen der Stadt verbindet die Bezirke Tower Hamlets und London Borough of Southwark. Einen ungestörten Blick hat man vom Wasser, also von der Themse aus.

Gehört zu England wie Fish&Chips und Dauerregen: Die Tower Bridge in London.

Über das Programm Google Art & Culture kannst du eine virtuelle Bootsfahrt über die Themse erleben. Dabei bekommst du auch einen guten Blick auf die Tower Bridge.

7. Chinesische Mauer, China

Die chinesische Provinz Hubei wurde aufgrund des Coronavirus als erste zum Sperrgebiet. Mittlerweile bessert sich die Situation in China wieder etwas. Dennoch sind Reisen in das ostasiatische Land zum aktuellen Zeitpunkt nicht möglich.

Die chinesische Mauer streckt sich über mehrere Tausend Kilometer aus gilt als längste Mauaer der Welt. Heute sind größtenteils nur noch Ruinen der über 2700 alten Mauer erhalten.

Zum Glück lässt sich das bekannteste Wahrzeichen, die Chinesische Mauer, auch online erkunden. Über ein Pekinger Reise-Agentur lassen sich verschiedene Abschnitte der über 21.000 Kilometer langen Befestigungsanlage ablaufen.

8. Pyramiden von Gizeh, Ägypten

Ein Muss auf jeder Travel-Bucket-List: einmal die Pyramiden von Gizeh gesehen zu haben. Kein Wunder, denn die Bauwerke gehören schließlich zu den sieben Weltwundern. Dabei sind die etwa 2500 vor Christus errichteten Pyramiden das letzte erhaltene Weltwunder aus der Antike.

Die berühmten Pyramiden von Gizeh kannst du auch bequem vom Sofa aus betrachten.

Jedes Jahr strömen Millionen Besucher zu den Grabstätten der Pharaonen, etwa 15 Kilometer außerhalb von Kairo gelegen. Du musst aber nicht extra nach Ägypten fliegen, um ein Bild von den imposanten Kalkstein-Bauten zu bekommen. Mithilfe von „Google Art & Culture“ kannst du dich ganz leicht in die staubige Wüste beamen und die Pyramiden (zumindest von außen) betrachten. Eine spannende Hintergrundgeschichte zu den Pyramiden erfährst du hier.

9. Schloss Versailles, Frankreich

Jährlich pilgern etwa 15 Millionen Besucher in das Barockschloss von Versailles. Kein Wunder, denn der etwa 20 Kilometer vor Paris gelegene Barockpalast glänzt nur so mit Pomp und Protz. Ursprünglich war er als kleines Jagdschloss gedacht, erst unter König Ludwid XIV., dem Sonnenkönig, wurde er zu dem Luxuspalast, welcher er heute noch ist.

Einmal das Schloss Versailles von innen sehen: Mit „Google Art & Culture“ ist das mit nur einem Klick möglich.

Im 17. Jahrhundert war Frankreich das Machtzentrum Europas. Und genau das wollte Ludwig mit dem Schloss auch zum Ausdruck bringen. Versailles sollte Frankreichs Stärke und Schönheit zeigen. Heute steht das Schloss nicht nur dem Adel und der Elite offen, sondern auch dem einfachen Volk. Und da wir im Internetzeitalter leben, kann jeder Versailles von zu Hause aus besuchen.

Du kannst zwar nicht wie bei Streetview durch die Gemäuer laufen, aber du kannst dir mit „Google Art & Culture“ die eindrucksvollen Säle in 360-Grad-Fotos anschauen. Dabei wirst du so manch goldene Büste und unzählige hochwertige Gemälde entdecken können.