Deine Reise wurde abgesagt und dein Lieblingsrestaurant hat aufgrund der Corona-Krise geschlossen? Kein Problem! Der reisereporter nimmt dich mit auf eine kulinarische Rundreise über den europäischen Kontinent und zeigt dir spannende, aber auch einfach umzusetzende Rezeptideen.

Disclaimer: Die europäische Küche ist genauso vielfältig wie ihre Menschen. Daher ist unsere Liste nur eine kleine Auswahl vieler Köstlichkeiten zwischen Sizilien und Stockholm.

1. Spanien

Das Land auf der Iberischen Halbinsel ist die Heimat vieler kulinarischer Highlights: von Bocadillo über Gazpacho bis zu unzähligen Tapas-Kreationen. Das bekannteste spanische Gericht ist aber wohl ohne Frage die Paella. 

Das Gute an dem Reisgericht: Es gibt so viele Variationen der Paella, dass für (fast) jeden etwas dabei ist. Irrtümlicherweise nehmen die meisten an, dass in eine typische spanische Paella Meeresfrüchte gehören. 

Ob mit oder ohne Meeresfrüchte: Die Paella gehört zu Spanien wie die Siesta nach dem Mittagessen.


Dem ist aber nicht so, zumindest nicht bei der Ursprungspaella, die von der Ostküste Spaniens stammt, aus der Gegend rund um Valencia. In die kommt stattdessen Hühnchenfleisch und, Achtung, Kaninchenfleisch.

Die Paella geht aber natürlich auch vegetarisch oder vegan. Als Zutaten für eine typische Paella für vier Personen brauchst du:

  • 4  Hähnchenflügel (à ca. 75 g) 
  • 2 EL Olivenöl 
  • 1  mittelgroße Zwiebel 
  • 1  Knoblauchzehe 
  • 200 g Rundkornreis 
  • 2 Döschen Safranfäden 
  • 1/4 l Weißwein 
  • 1/2 l Hühnerbrühe (Instant) 
  • 1  Lorbeerblatt 
  • 1  Zweig Rosmarin 
  • 1 rote Paprikaschote (ca. 200 g)  
  • 1 Zucchini (ca. 150 g) 

Hier findest du das Rezept für eine typische Paella.

2. Frankreich

Viele fahren in unser westliches Nachbarland nicht nur, um den Eiffelturm zu sehen, sondern um einmal in den Genuss der echten Haute Cuisine zu kommen. Doch aktuell ist Frankreich wegen des Coronavirus nicht für Touristen zu erreichen. Du kannst dich aber auch zu Hause wie Gott in Frankreich fühlen.

Die französische Küche ist die Heimat vieler aufwendiger Gerichte, wie dem Coq au Vin oder dem Dessert Crème brûlée. Wenn dir in diesen Tagen aber eher nach einem einfachen Gericht ist, kannst du dir auch ganz einfach Frankreich-Feeling in die eigenen vier Wände holen.

Savoir vivre oder: So lässt es sich trotz Corona-Krise gut leben. (Symbolbild)

Was verbinden wir neben dem Eiffelturm am meisten mit Frankreich? Natürlich das Baguette! Auch wenn echte französische Bäckereien mittlerweile vielleicht geschlossen haben, so bekommst du beim Bäcker deines Vertrauens oder notfalls im Supermarkt noch ein Baguette Parisienne.

Dazu holst du dir einfach noch einen Camembert und einen guten französischen Rotwein. Et voilà: Vive la France!

Du kannst dir das Baguette natürlich auch selbst backen. Dafür brauchst du nur:

  • 400 g Weizenmehl
  • 1 ½ TL Salz
  • 1 Prise Zucker
  • ¼ Würfel frische Hefe
  • etwas Mehl zur Teigverarbeitung

Eine genaue Backanleitung findest du hier.

3. Schweden

Schwedischs Essen kennen die meisten von einem bekannten Einrichtungshaus. Doch was, wenn das aufgrund der Corona-Krise zu hat oder zu weit weg ist?

Wenn das Möbelhaus zu hat: Schwedische Köttbullar kannst du auch leicht selbst machen.

Die berühmten Hackfleischbällchen Köttbullar kannst du auch einfach zu Hause selbst zubereiten. Du brauchst dafür nur:

  • 500 g Hackfleisch (gemischt)
  • 2 Zwiebeln
  • 2 Eier (groß)
  • 100 g Semmelbrösel
  • Öl (zum Braten)
  • 500 ml Brühe
  • 200 g Sahne
  • 1 EL Mehl (gehäuft)
  • 1 Prise Pfeffer
  • etwas Butter

Wie du sie zubereitest? Zum Beispiel nach diesem Kötbullar-Rezept.

4. Balkanküche

Eines vorweg: Mit dem Begriff umschreiben wir die Region des ehemaligen Jugoslawiens und andere angrenzende Länder Südosteuropas. Dazu zählen unter anderem die Staaten Kroatien, Serbien, Albanien, Bulgarien und Griechenland.

In Griechenland und auf dem Balkan beliebt: Moussaka.

Typisch für diese Region sind gegrillte oder gebratene Fleisch-Gerichte. In den Ländern gibt es unterschiedliche Varianten wie Köfte, Moussaka, Burek oder Sarma. 

Relativ einfach nachzumachen ist zum Beispiel das Moussaka. Als Grundzutaten gelten Auberginen, Hackfleisch (vom Lamm) und Kartoffeln. Bereite dir doch nach diesem Rezept eine griechische Variante des Klassikers zu. Was du dafür brauchst? Hier kommt die Zutatenliste:

  • 1 kg Kartoffeln
  • 1 Aubergine (ca. 350 g)
  • Salz, Pfeffer
  • 1 Zwiebel
  • 2 Knoblauchzehen
  • 4 EL Olivenöl
  • 500 g Lamm- oder Rinderhack
  • 3 bis 4 Stiele Oregano
  • 1 Packung stückige Tomaten (500 g)
  • 1⁄2 TL gemahlener Zimt
  • 2 bis 3 große Tomaten
  • 2 EL + etwas Butter
  • 2 leicht gehäufte EL Mehl
  • 3⁄8 l Milch
  • 1 TL Gemüsebrühe (instant)
  • 2 Eier
  • 75 g Kefalotiri (griechischer Hartkäse, alternativ Parmesan)

5. Italien

Auf die italienische Küche können sich die meisten Geschmäcker einigen. Pizza, Pasta, Antipasti, Wein, Parmaschinken, Mozzarella, wir könnten endlos weitere italienische Feinkost aufzählen. 

Da in Deutschland in diesen Tagen aber vor allem Nudeln knapp sind: Wie wäre es mit einer Spezialität aus dem Norden Italiens? Zwischen dem Piemont und Venetien ist das Risotto ein traditionelles Hauptgericht. 

Von wegen nur Pizza und Pasta: In (Nord-)Italien zählt das Risotto zu den beliebtesten Gerichten.

Das Reisgericht ist in einer einfachen Form schnell zubereitet und braucht keine extravaganten Zutaten. Aber natürlich sind der Fantasie der Köche hier auch (fast) keine Grenzen gesetzt, was das Variieren und Ergänzen der Zutaten betrifft.

Für ein klassisches Risotto für zwei Personen brauchst du:

  • 1 Schalotte (30 g)
  • 2 El Öl
  • 150 g Risotto-Reis
  • 100 ml trockener Weißwein
  • 500 ml Gemüsebrühe, heiß
  • 20 g Butter
  • 40 g Parmesan, frisch gerieben
  • Salz, Pfeffer

Wie du es zubereitest? Check das Rezept.

6. Dänemark

Unser nordisches Nachbarland bietet sich nicht nur als Urlaubsziel an, beliebte dänische Gerichte lassen sich auch hierzulande leicht zubereiten, und für das bekannteste dänische Gericht brauchst du tatsächlich nicht mal einen Herd oder Backofen.

Das Smørrebrød sollte den meisten ein Begriff sein. Das reichlich belegte Butterbrot ist in Dänemark aber viel mehr als ein einfacher Snack zum Abendessen. Die Dänen essen es gern als kaltes Mittagsgericht. Bei der Gestaltung des Smörrebröds, wie es eingedeutscht heißt, sind keine Grenzen gesetzt.

So gut kann Butterbrot schmecken: Smörrebröd aus Dänemark.

Als Grundlage dient ein dunkles Roggenbrot. Beim Belag hast du zwischen hipper Avocado bis zum klassischen Lachs freie Auswahl. Für ein Gurken-Lachs-Smörrebröd brauchst du:

  • 1 Scheibe Roggenbrot
  • Butter zum Bestreichen
  • 1 Radieschen
  • ein paar Gurkenscheiben
  • 1 Scheibe Räucherlachs
  • 3 Garnelen
  • 1 Zweig Petersilie, glatt