Ein letztes Mal mit Vollgas die Piste runtersausen, das war wohl die Intention vieler Skifahrer am Wochenende in Garmisch-Partenkirchen. Denn die stürmten massenhaft in die Skigebiete rund um die Zugspitze – gänzlich ausgelassen und ungeachtet der zunehmenden Gefahr das sich ausbreitende Coronavirus, wie der „Merkur“ berichtet. 

Zugspitzbahn beendet Skisaision für dieses Jahr

Demnach hätte die Zugspitzbahn am Montag ihren Betrieb komplett eingestellt, genauso wie alle Einkehrmöglichkeiten in der Umgebung für Skifahrer. Und obwohl die Regierung seit Tagen an die Gesellschaft appelliert, möglichst soziale Kontakte zu meiden, tummelten sich am Wochenende noch mal zahlreiche Skifahrer in den Gebieten. 

Die vollen Terrassen rund um die Alpspitzbahn überraschten sogar die Wirte dort. So berichtet einer, er habe eigentlich mit 30 Prozent weniger Besuchern gerechnet. Am Ende des Tages sei es aber ein starker Sonntag gewesen – fast, als gäbe es die Corona-Krise und die damit verbundenen Risiken und Einschränkungen überhaupt nicht. 

Besucher tummeln sich an Bahnstationen

Auch die Zugspitzbahn sei demnach überrascht gewesen von dem hohen Besucheraufkommen. Und das, obwohl die Bahn die Besucherzahlen im Vorfeld bereits begrenzt hatte. Das sorgte allerdings am Sonntag eher dafür, dass sich die Besucher an den Stationen stauten und einander näher kamen, als es derzeit empfehlenswert ist. 

Und so gab es am Wochenende in Garmisch-Partenkirchen ein aktuell sehr seltenes Bild: große Menschenmengen, die scheinbar sorgenlos ihrer Freizeitbeschäftigung nachgehen. Ähnliche Bilder gab es bis vor wenigen Tagen auch im österreichischen Skigebiet Ischgl noch. Mittlerweile ist klar: Das bunte Treiben dort ist einer der größten Infektionsherde in Europa.