Um das Coronavirus wieder einzudämmen, sollten wir in den nächsten Wochen möglichst zu Hause bleiben. Das muss aber nicht heißen, dass du dich nur der profanen Unterhaltung von TV und Streaming hingeben musst. Dank Möglichkeiten wie „Google Arts & Culture“ kannst du stattdessen vom Sofa aus Museen auf der ganzen Welt besuchen.

Beim Angebot von Google sind zwar noch nicht alle Museen vertreten, aber doch sehr viele. Einige Häuser wie der Louvre in Paris bieten zudem auf ihrer Website interaktive Führungen an. Der reisereporter zeigt dir eine Auswahl der digitalen Museen im Überblick. 

1. The Neon Museum, Las Vegas

Grenzen werde dicht gemacht, Restaurants und Clubs müssen schließen. Das genaue Gegenteil verbinden Menschen mit Las Vegas. Die US-Amerikanische Hauptstadt der Sünden steht für das ultimative Freiheitgefühl, das Flüchten aus der Realität in eine vielleicht nicht bessere, aber zumindest glitzernde Welt.

Und genau das Gefühl kannst du auch jetzt von zu Hause erleben. Das Neon Museum bietet eine kostenlose Online-Tour (Passwort: Neon) durch die Ausstellung an. So holst du dir ein Stück vom legendären Strip ins Wohnzimmer. Nebenbei erfährst du auch noch interessante Hintergründen zu den wichtigsten Wahrzeichen der Stadt, wie zum Beispiel der riesigen Hard Rock Café Gitarre.
Auf Youtube gibt es zudem noch eine kurze Dokumentation über das Museum mit dem Künstler Tim Burton zu sehen:
 

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2. Van Gogh Museum, Amsterdam

Darf bei einem Besuch in der niederländischen Hauptstadt nicht fehlen: das Van Gogh Museum. Dank moderner Technologie kannst du die berühmten Werke des Malers auch bequem von der Couch aus betrachten.

Dieses Museum kannst du digital von innen erleben.

Das Museum beinhaltet viele Bilder von seiner Hand, unter anderem auch sein berühmtes Werk „Die Kartoffelesser“ von 1885. Van Gogh gilt als (Mit-)Begründer der modernen Malerei.

3. Pergamon Museum, Berlin

In Berlin, wie in weiten Teilen Deutschlands, sind sämtliche Kulturveranstaltungen abgesagt worden. Dennoch können Interessierte eines der berühmtesten deutschen Museen online erkunden. Im Pergamon Museum kommen vor allem Geschichts-Fans auf ihre Kosten.

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Geschichts-Fans aufgepasst: Das Pergamon Museum kann auch digital besichtigt werden.

Namensgeber für das Museum ist der berühmte Pergamonaltar, welcher im antiken Griechenland in der ersten Hälfte des zweiten Jahrhunderts vor Christus entstand. Dieser und weitere historische Schätze können in einem Online-Rundgang bestaunt werden.

4. Guggenheim Museum, New York

Die USA haben als eines der ersten großen Reiseländer mit drastischen Maßnahmen auf das Coronavirus reagiert und alle Flüge aus Europa (mit Ausnahme von Großbritannien) gestrichen. Dennoch hast du die Möglichkeit, zum Beispiel das Guggenheim Museum in New York via Google Streetview auch von der anderen Seite des Atlantiks aus zu bewundern. In den Ausstellungen finden sich vor allem bedeutende abstrakte Kunstwerke der Moderne. Das Museum in New York beeindruckt nicht nur mit seinen Ausstellungsstücken, sondern auch durch sein Äußeres. Das Gebäude wurde vom Architekten Frank Lloyd Wright entworfen und bereits 1959 eröffnet.

5. British Museum, London

London hat nicht nur Big Ben, die Tower Bridge oder den Buckingham Palace. Die englische Hauptstadt verfügt mit dem British Museum auch über eines der größten kulturgeschichtlichen Museen der Welt. Im Gegensatz zu den anderen Museen lässt sich das British Museum nicht über die Google Street View erkunden, stattdessen über eine interaktive Karte auf seiner Website. Dort können sich die Besucher durch verschiedene Jahrhunderte menschlicher Geschichte klicken. Von einem über zwei Millionen Jahre alten Stein-Werkzeug bis zu Gegenständen aus der Neuzeit ist alles dabei. Die eindrucksvolle Sammlung gliedert sich in fünf Kontinente: Europa, die Amerikas, Afrika, Asien und Australien.

6. Nationalmuseum für Anthropologie, Mexiko-Stadt

Das 1964 eröffnete Museum befasst sich mit der Geschichte des Landes vor der spanischen Eroberung. Auf knapp 80.000 Quadratmetern Ausstellungsfläche werden Artefakte aus der Antike ausgestellt, unter anderem aus der Maya-Zeit. 

7. Nationalmuseum für moderne und zeitgenössische Kunst, Seoul

Auch in dem schwer vom Coronavirus getroffenen Land in Ostasien haben Menschen auf der ganzen Welt die Möglichkeit, einen Museumsbesuch zu erleben. In sechs Stockwerken kannst du zeitgenössische Kunst aus Korea und der ganzen Welt bestaunen.

8. Uffizien, Florenz

Die Renaissance-Stadt in der Toskana zieht jedes Jahr Millionen von Touristen aufgrund ihrer eindrucksvollen Geschichte an. Im Spätmittelalter war sie das europäische Zentrum des Handels- und Finanzwesens. Außerdem verfügt die Stadt über eine bedeutende Kunstsammlung. Aktuell ist die Stadt wie ganz Italien für Touristen und Besucher gesperrt. Dennoch kann zum Beispiel das Kunstmuseum Uffizien digital durchlaufen werden. Die Galerie war einst die Idee einer der wichtigsten und einflussreichsten Familien Italiens, der Medicis. Ursprünglich waren hier auch Ministerien untergebracht. Heute können Besucher Werke von der Antike bis zum Spätbarock bewundern. Zu den bekanntesten Künstlern, die hier vertreten sind, zählen Leonardo da Vinci und Michelangelo.

9. National Portrait Gallery, Washington, D.C.

Das Museum der US-amerikanischen Hauptstadt verbindet die Bereiche Kunst, Geschichte und Kultur. In der Galerie werden einflussreiche Persönlichkeiten aus der amerikanischen Geschichte in Form von Bildern, Skulpturen oder Zeichnungen dargestellt. Die Werke können via Google von der ganzen Welt aus angesehen werden. In der „Hall of Presidents“ sind die Präsidenten der USA abgebildet, unter anderem der Vorgänger von Donald Trump, Barack Obama.

10. MASP, São Paulo

Das größte Kunstmuseum Brasiliens umfasst Werke vom 14. Jahrhundert bis in die Gegenwart. Zu den bekanntesten Werken zählt Vincent van Goghs „Schuljunge“. Das Besondere: Durch eine spezielle Technik wirkt es, als würden die Ausstellungsstücke durch den Raum schweben

11. Musée de l’Orangerie, Paris

Neben dem Louvre mit der „Mona Lisa“ gibt es in Frankreich noch eine ganze Reihe weiterer (Kunst-)Museen. Dazu zählt zum Beispiel das Musée de l’Orangerie. Hier können Besucher einen Streifzug durch die Epochen des Impressionismus machen und unter anderem Werke von Claude Monet betrachten.