In Bayern gilt der Katastrophenfall: Die schnelle Ausbreitung des Coronavirus zwingt das Bundesland zu harten Maßnahmen. Ministerpräsident Markus Söder hat deshalb den Katastrophenfall ausgerufen. Damit schließen ab Dienstag nicht nur Kinos, Museen, Fitnessstudios, Schwimmbäder, Thermen und Bars, auch Spielplätze und Sportstätten werden abgeriegelt. Alle Veranstaltungen in Bayern wurden bis einschließlich 19. April 2020 abgesagt. 

Damit die Menschen in dem Bundesland aber weiterhin mit Lebensmitteln versorgt werden können, verlängern die Supermärkte ihre Öffnungszeiten, wie Söder mitteilte. Neben Drogerien, Apotheken und Tankstellen dürfen diese von nun an unter der Woche bis 22 Uhr geöffnet haben und auch am Sonntag öffnen. 

Restaurants nur noch bis 15 Uhr geöffnet

Gaststätten und Restaurants dürfen zwar öffnen, allerdings nur noch zwischen 6 und 15 Uhr und die Betreiber müssen einen Mindestabstand von 1,5 Metern zwischen den maximal 30 Gästen garantieren können. Danach dürfen Restaurants ihr Essen nur noch liefern, wie Söder in einer Pressekonferenz erklärt. Von den Regelungen ausgenommen sind Hotels, die Unterkunftsgäste bewirten. Diese Regeln gelten vom 18. bis vorerst 30. März 2020.

In Bayern gibt es derzeit 1.034 bestätigte Coronavirus-Fälle. Die Maßnahmen sollen helfen, die Verbreitung zu verlangsamen.