Nach Italien und Spanienverhängt nun auch Frankreich eine Ausgangssperre. Wie Präsident Emmanuel Macron mitteilte, dürfen die Bürger im ganzen Land ab Dienstagmittag um 12 Uhr ihr Zuhause nur noch verlassen, um zum Arzt zu gehen, die Arbeit aufzusuchen oder den Einkauf zu erledigen. Im Vorfeld hatten in Frankreich alle Geschäfte dicht gemacht.

Tausende Polizisten sollten sich um die Einhaltung der 14-tägigen Maßnahme kümmern, Urlauber sollten umgehend zurück in ihre Heimat reisen. Auch die vorherigen Maßnahmen hatten Auswirkungen auf Reisende im Frankreich-Urlaub: Im ganzen Land schließen die Restaurants, Cafés, Kinos, Diskotheken und Geschäfte. Nur noch Supermärkte und Lebensmittelläden und -märkte sollen geöffnet bleiben, ebenso Apotheken, Tankstellen, Banken und Tabak- und Zeitschriftenläden. Das teilte Frankreichs Premier Édouard Philippe mit. 

Der öffentliche Nahverkehr solle nur noch genutzt werden, um zur Arbeit zu fahren. Der beste Weg, die Ausbreitung der Epidemie zu stoppen, sei räumliche Distanz, so Philippe. 

Die Maßnahmen gelten seit Mitternacht.

Einreise nach Frankreich weiterhin möglich

Die Reise von und nach Frankreich ist derzeit aber weitestgehend weiterhin möglich. Das Auswärtige Amt informiert aber über „verstärkte Einreisekontrollen, Gesundheitsprüfungen mit Temperaturmessungen, in Einzelfällen auch Absperrungen“ (Stand 13. März 2020). Besonders betroffen sei die Region Grand-Est (Elsass, Lothringen und Champagne-Ardenne). Diese wird vom Robert-Koch-Institut seit einigen Tagen als Risikogebiet eingestuft.